Entwicklungstrauma entsteht in Beziehungen, zeigt sich vorrangig in Beziehungen und kann nur durch Beziehungen geheilt werden.
Die meisten Symptome (z.B. Glaubenssätze, Verhaltensweisen, Gedankenmuster) sind ursprünglich sinnvolle Überlebensstrategien, die einem im Erwachsenenalter jedoch (bewusst oder unbewusst) das Leben erschweren und zu Burnout-Symptomen, Angststörungen und Depressionen führen können. Das Nervensystem ist oft konstant überreizt. Und die Betroffenen fragen sich, was mit ihnen nicht stimmt? Sie können sich oft an keine schwere Gewalt, Misshandlung oder Sexuellen Missbrauch erinnern.
Wichtig: In Fällen mit schweren Gewalt und Missbrauchserfahrung findet man jedoch immer auch eine Bindungstraumatisierung.
Das bedeutet, auch jemand, dem nicht eine "greifbare" Gewalttat im eigentlichen Sinne angetan wurde, kann über viele Jahre durch Vernachlässigung, Überforderung der Eltern, Liebesentzug, nicht gesehen worden sein, Parentifizierung, Erkrankung der Eltern (körperlich wie psychisch), Leistungsdruck und vielem mehr, eine nicht offensichtlich greifbare psychische Gewalt erlebt haben, die später im Erwachsenenalter zu Problemen in Beziehungen, insbesondere in der Beziehung zu sich selbst (Selbstliebe, Selbstwert) führen kann.
Die neue Diagnose im ICD-11 der Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung wird den Symptomen Betroffener Menschen jetzt deutlich besser gerecht, als noch im ICD-10 die PTBS, in der sich viele Menschen nicht wiederfinden konnten.
Die Hauptsymptome liegen oft in depressiven Phasen, chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen, ein geringes Selbstwertgefühl, hoher Perfektionismus und verschiedenen somatischen Störungsbildern (Migräne, Fibromyalgie, Reizdarm, Autoimmunerkrankungen und vielem mehr).s
Ort: Praxis Lösungswege mit System
Seminarleitung: Karoline Nikolaus
24. Oktober 2026 von 14:00 bis 17:00 Uhr
65,00 €
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