24 Mini-AUSZEITEN... ein kleiner Achtsamkeits-Adventskalender

Nun beginnt sie wieder... die Adventszeit... mit Kerzenlichtern, Tee und Plätzchen, leuchtenden Kinderaugen voll Vorfreude auf die Wunder und die Magie dieser bezaubernden Zeit.

 

Viele Erwachsene lieben diese Zeit ebenfalls und nehmen sich jedes Jahr aufs Neue vor, DIESEN Advent endlich auch einmal zu genießen, das Jahr besinnlich und in Ruhe ausklingen zu lassen... die ´stade Zeit` im Herzen ankommen zu lassen und zu etwas mehr innerer und äußerer Ruhe zu kommen. 

 

Doch dieses Vorhaben ist häufig nicht leicht umzusetzen, wenn Arbeit, Familie, Weihnachtsbesorgungen und -planungen den Alltag bestimmen und der Stress mit den dennoch ja irgendwie auch schönen Weihnachtsfeiern beginnt. Es ist ja auch schön, in netter Gesellschaft zu sein, dazu zu gehören, für die Liebsten Geschenke zu besorgen und diese schön zu verpacken und Menschen mit Selbstgebasteltem, - gebackenen und -gekochtem zu verwöhnen. 

 

Dennoch: DU bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben! 

 

Und daher möchte ich Dich einladen, mit diesem Adventskalender, der sich ab 01. Dezember von Tag zu Tag mehr füllen wird mit Zitaten und Kurzgeschichten, Dir selbst jeden Tag ein paar ruhige Momente und dazu vielleicht ein paar positive Gedanken und eine Tasse Tee oder Kaffee selbst zu schenken. Passend zum jeweiligen Text werde ich Euch eine oder zwei Fragen stellen, die Ihr in Ruhe für Euch beantworten könnt. 

 

Ich wiederum freue mich auf Eure Gedanken, Ideen und Impulse, die durch meine Beiträge entstehen. Also bitte gerne kommentieren und wenn es Euch gefällt, freue ich mich auch über Eure Likes zu diesem Adventskalender. 

 

Eine schöne, besinnliche, wundervolle und zauberhafte Adventszeit wünscht 

 

Karoline Nikolaus


1. Dezember

ACHTE GUT AUF DIESEN TAG 

(aus dem Sanskrit)

 

Achte gut auf diesen Tag,

denn er ist das Leben,

das Leben allen Lebens.

 

In seinem kurzen Ablauf

liegen alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins:

die Wonne des Wachsens,

die Größe der Tat

und die Herrlichkeit der Kraft.

 

Denn das Gestern ist nichts als ein Traum

und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch - recht gelebt

macht jedes Gestern zu einem Traum voll Glück

und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag!

 

Welche Glücksmomente gibt es in Deinem "Gestern"?

Was sind Deine Visionen voller Hoffnung für diesen Tag?


2. Dezember

DER WUNSCHZETTEL VOM CHRISTKIND

 

(Hans Peter Schneider)

 

Liebe Kinder,

 

lange habe ich mir überlegt, was ich mir heuer von Euch wünschen soll. Sehr viele Wünsche sind mir eingefallen und deswegen kann ich euch nur die wichtigsten schicken. Es würde mir genügen, wenn ihr mir zumindest ein paar von diesen erfüllen könntet:

  •  Ich wünsche mir Kinder, die noch Kinder sind.
  • Ich wünsche mir Kinder, die noch miteinander spielen.
  • Ich wünsche mir Kinder, die sich streiten und vertragen.
  • Ich wünsche mir Kinder, die auf Freunde Rücksicht nehmen.
  • Ich wünsche mir Kinder, die fremden Kindern ein Lächeln schenken.
  • Ich wünsche mir Kinder, die nicht jeden Wunsch erfüllt bekommen.
  •  Ich wünsche mir Kinder, die Danke sagen können.
  • Ich wünsche mir Kinder, die lachen und weinen.
  • Ich wünsche mir Kinder, die wissen, was Weihnachten bedeutet.
  • Ich wünsche mir Kinder, die noch ein Strahlen in den Augen haben.
  • Ich wünsche mir Kinder, die noch Kinder sein wollen.

 

UND:

  • Ich wünsche mir Kinder, die noch Kinder sein dürfen.

Einen Abdruck dieses Wunschzettels habe ich an eure Eltern geschrieben. Vielleicht können sie euch ja dabei helfen. Ein fröhliches Weihnachtsfest und schon im Voraus ein herzliches Dankeschön wünscht euch,

 

Euer Christkind

 

 

Was kannst Du dazu beitragen, dass Kinder noch Kinder sein dürfen?

 

Auch wenn Du keine eigenen Kinder hast, diese selbst schon erwachsen sind oder Du in keinem Bereich arbeitest oder Dich ehrenamtlich engagierst, in dem Du mit Kindern zu tun hast, gibt es vielfältige Möglichkeiten… vielleicht eine kleine Spende für „Ein Herz für Kinder“ oder Du könntest ein kleines Päckchen für eine Hilfsaktion packen (z.B. Weihnachten im Schuhkarton, o.ä.). Möglichkeiten, einen kleinen Beitrag für Kinder zu leisten, gibt es viele 😊

 

www.ein-herz-fuer-kinder.de (Spendengala am 08.12.18 um 20:15 Uhr)

www.kinderzukunft.de (Weihnachtspäckchenaktion bis 05.12.18)

www.sternstunden.de

 

www.kinderarmut-in-deutschland.de (Weihnachtsprojekt für notleidende Kinder in Deutschland)


3. Dezember

DER WEG IST DAS ZIEL

(Willigis Jäger)

 

Hinter jeder Biegung suchte ich

und fand Dich nicht.

Wie in einem Labyrinth irrte ich umher.

Es trieb mich vom Weg ab

in die andere Richtung

Wie ich meinte, nach außen,

nicht zu Dir, den ich suchte.

Verzweifelt kletterte ich

über Hindernisse und Zäune,

bis ich merkte, ich war schon immer da.

Der Weg ist das Ziel!

 

Wie sieht Dein (Lebens-)Weg gerade aus?

Was sind Deine Hindernisse und Zäune im Moment?

 

Wege entstehen im Gehen - übe Dich daher heute immer wieder in achtsamem Gehen.

 

Meistens gehen wir leider nicht sonderlich bewusst durch unser Leben, sondern hetzen gerade in der Adventszeit häufig von A nach B. Du bist dabei vielleicht häufig gedankenverloren, abgehetzt, trinkst einen Coffee-to-go, telefonierst nebenbei oder überlegst, was Du später noch einkaufen oder erledigen musst. Dadurch fühlst Du Dich vermutlich oft angestrengt und gehetzt. Dir gehen 1000 Dinge durch den Kopf. Und Du bist vermutlich oft mit Deinen Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft.

 

Bei der Gehmeditation liegt der Fokus auf der bewussten Wahrnehmung des gegenwärtigen Augenblicks. Wenn Du heute immer wieder achtsam und konzentriert ein Stück Deiner Wege gehst, lade ich Dich ein, bewusst Deine Sinnes- und Körperempfindungen wahrzunehmen und zu beobachten ohne zu bewerten.

 

Es ist nicht wichtig, ob Du schnell oder langsam gehst, solange Du bewusst gehst und Deine Füße und Beine, Deinen Körper und Deinen Atem spüren kannst. Wenn Du merkst, dass Deine Gedanken schnell abschweifen, kannst Du während des Gehens Deine Atemzüge zählen und Dich immer wieder darauf fokussieren. Lass deine Absichten und Bewertungen los. Es ist nicht wichtig, ob Du es „richtig“ machst und auch nicht wohin Du gehst. Denn: DER WEG IST DAS ZIEL!

 

Wichtig ist nur, zu im gegenwärtigen Moment - im Hier und Jetzt - zu sein, zu beobachten, achtsam wahrzunehmen ohne zu bewerten und Dir selbst liebevoll zuzulächeln.

 


4. Dezember

MORGENGRUSS DER LAKOTA INDIANER

 

Ich grüße die Sonne.

Ich grüße den Mond.

Ich nehme die Kraft des Himmels in mein Herz.

Ich wandle sie und gebe sie der Erde.

Ich nehme die Kraft der Erde in mein Herz.

Ich wandle sie und gebe sie dem Himmel.

Ich lasse die Vergangenheit hinter mir.

Ich zerschlage alle Illusionen.

Ich schöpfe aus dem Vollen, habe ein Herz voller Liebe und öffne mich dem Neuen.

 

Was brauchst Du heute, um in Deine Kraft zu kommen und aus dem Vollen schöpfen zu können?

 

Du kannst den Morgengruß der Lakota Indianer mehrmals laut sprechen und ihn mit fließenden Bewegungen verbinden:

 

Ich grüße die Sonne. (rechte Hand mit der Handfläche nach oben nach rechts ausstrecken)

Ich grüße den Mond. (linke Hand mit der Handfläche nach oben nach links ausstrecken)

Ich nehme die Kraft des Himmels in mein Herz. (beide Hände Richtung Himmel zusammenführen in eine Gebetshaltung und die gefalteten Hände vor die Brust oder die Hände übereinander auf das Herz legen)

Ich wandle sie um und gebe sie der Erde. (Handflächen nebeneinander öffnen als würdest Du eine Kugel halten, die Du langsam nach unten auf den Boden legst)

Ich nehme die Kraft der Erde in mein Herz. (mit beiden Händen wie in einer Schöpfbewegung Kraft vom Boden aufnehmen, die Hände wieder nach oben führen und auf das Herz legen)

Ich wandle sie um und gebe sie dem Himmel. (Hände wie ein "V" gestreckt nach oben Richtung Himmel führen)

Ich lasse die Vergangenheit hinter mir. (mit beiden Armen, Handflächen nach hinten, "das Vergangene" über die Schultern werfen)

Ich zerschlage alle Illusionen. (beide Hände über der rechten Schulter zusammenführen und als würdest Du Holz hacken, nach vorne bringen)

Ich schöpfe aus dem Vollen, habe ein Herz voller Liebe und öffne mich dem Neuen. (Bewegung, als würdest Du aus einem Wasserbecken in Hüfthöhe schöpfen, dann beide Hände nochmals zum Herz führen und am Ende beide Arme nach Außen öffnen)

 


5. Dezember

DER SAAL DER TAUSEND SPIEGEL

 

Ein Hund war im östlichen Teil der Welt unterwegs. Er hatte davon gehört, dass es dort einen Tempel gab, in dem tausend Spiegel zu finden waren. Eines Tages fand er nach langem wandern den Tempel. Neugierig trat er ein. Er erschrak sehr, als er dort tausende von Hunden sah, die genau wie er dort eingetreten waren. Die Hunde standen ihm feindselig gegenüber. Sie knurrten und bellten ihn wild und aufgeregt an! Sie zeigten ihm tausendfach die Zähne und wollten auf ihre Weise diesen Spiegelsaal beherrschen. Dieses Klima gefiel ihm gar nicht und enttäuscht trollte er sich davon!

Kurz danach fand ein anderer Hund, der wie er von diesem Saal gehört hatte und auch neugierig darauf geworden war, den Weg zum Spiegelsaal. Als dieser Hund den Saal betrat, fand er darin tausende von Hunden, die wie er neugierig und staunend den Spiegelsaal betreten hatten. Sie wedelten freundlich mit ihrer Rute und bellten ihm zur Begrüßung munter entgegen!

 

 

Was wird Dich erwarten, wenn Du heute diesen Spiegelsaal betrittst?

 

 

Ich möchte Dich einladen, heute ganz bewusst auf Deine Haltung, Mimik und Gestik zu achten und Dir selbst und Deinen Mitmenschen ein kleines Lächeln oder ein nettes Wort zu schenken.


6. Dezember

NIMM DIR ZEIT

 

Nimm Dir Zeit zum Träumen,

das ist der Weg zu den Sternen.

Nimm Dir Zeit zum Nachdenken,

das ist die Quelle der Klarheit.

Nimm Dir Zeit zum Lachen,

das ist die Musik der Seele.

Nimm Dir Zeit zum Leben,

das ist der Reichtum des Lebens.

Nimm Dir Zeit zum Freundlichsein,

das ist das Tor zum Glück.

 

(Irischer Segen)

 

„Vergiss die Uhr, entdecke die Zeit!“ – was kannst Du heute entdecken, wenn Du Dir Zeit nimmst?

 

 

https://open.spotify.com/track/2CWkLIhsBynjcapAuhJSG2?si=de2oEEJsQ0SP5v_jtAIGAw


7. Dezember

ADVENT

 

Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt,

und manche Tanne ahnt wie balde

sie fromm und lichterheilig wird,

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin – bereit,

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit!

 

(Rainer Maria Rilke)

 

 

Wofür lohnt es sich für DICH, jeden Tag weiter zu wachsen?

Was brauchst DU, um DICH immer wieder entfalten und gesund weiterwachsen zu können?


8. Dezember

DIE KLEINE SCHRAUBE

 

(Verfasser unbekannt)

 

Die kleine Schraube saß in einem riesigen Schiff mit tausend anderen Schrauben und hielt zwei Stahlplatten zusammen. Eines Tages sagte die kleine Schraube: „Ich bin nur eine kleine Schraube unter tausend anderen Schrauben. Auf mich kommt es auf diesem Schiff nicht an. Ich will es mir ein bisschen bequem machen. Viel helfen kann ich hier sowieso nicht.“ Als die anderen Schrauben hörten, dass da eine von ihnen locker werden wollte, protestierten sie und riefen: „Bist du verrückt? Wie kannst du nur denken, dass es auf dich nicht ankäme? Wenn du herausfällst, dann wird es nicht lange dauern, bis auch wir locker werden und herausfallen.“ Zwei größere eiserne Stangen schlugen auch Alarm: „Um Gottes Willen, haltet die Platten zusammen, sonst ist es auch um uns geschehen.“ In Windeseile ging das Gerücht durch das ganze Schiff: „Die kleine Schraube hat was vor!“ Alle waren entsetzt. Der riesige Körper des Schiffes ächzte und bebte in allen Fugen. Und alle Stangen, Platten und Schrauben sandten gemeinsam eine Botschaft an die kleine Schraube: „Wir bitten dich nur ja an deiner Stelle zu bleiben. Wir brauchen dich. Wenn wir nicht alle zusammenhalten und jeder seine Aufgabe erfüllt, wird das ganze Schiff untergehen und keiner wird den Hafen erreichen.“ Die kleine Schraube hörte die Bitten der anderen und begann zu verstehen. Egal, wie klein jemand ist. Auf einem Schiff ist jedes einzelne Teil wichtig, egal ob groß oder klein. Alle werden gebraucht, damit das Schiff den Hafen erreichen kann. Nun wusste die kleine Schraube, dass es auch auf sie ankam. Sie hielt nun gerne die Platten zusammen und freute sich, ein wichtiger Teil des großen Schiffes zu sein.

 

 

Mit wem und was bist Du in Deinem Leben verbunden?

Wofür bist Du an genau der Stelle in Deinem Leben richtig, an der Du Dich gerade befindest?

 

Sich mit Anderen sinnvoll verbunden fühlen, hat viel damit zu tun, dem eigenen Leben einen Sinn geben zu können, wofür es sich lohnt genau an dieser Stelle genau diese Tätigkeit zu verrichten. Aber auch mit Wertschätzung der eigenen Tätigkeit, des eigenen Lebens... mit SELBST-WERT-GEFÜHL. 


9. Dezember

EIN GESCHENK DES HIMMELS

 

Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut sie einfach zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln ist.

Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

 

Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen."

 

(Petrus Ceelen)

 

Wir sind mit liebevollen Worten und Gesten, mit Lob, Bestätigung und Komplimenten häufig so zaghaft und zurückhaltend wie mit kaum etwas anderem. Meistens machen wir uns darüber keine Gedanken und gehen davon aus, das sei nicht nötig, oder gar übertrieben. Und wie ein Bayern ein Sprichwort sagt "ned gschimpft is globt gnua" (nicht geschimpft ist genug gelobt). Doch Menschen brauchen Zuwendung, Anerkennung, Liebe und Wertschätzung, um sich gesund zu entwickeln und in ihrem Leben immer weiter zu wachsen. Viele von uns haben diese Geschenke selbst zu wenig bekommen und es fällt ihnen daher schon schwer, es überhaupt zu bemerken. Daher ist es bei der Übung des heutigen Tages so wichtig, bei sich selbst anzufangen. Sich selbst wertzuschätzen. Immer wieder... jeden Tag aufs Neue. Fang einfach heute gleich damit an und ich lade Dich ein, ein tägliches Ritual daraus zu machen.

 

Hast Du Dir heute selbst schon gesagt, dass DU ein Geschenk des Himmels bist?

 

Wem möchtest Du genau DAS heute noch sagen (außer Dir selbst!)?


10. Dezember

DIE FABEL VON DEN WETTLAUFFRÖSCHEN

 

Es war einmal eine Gruppe von Fröschen, die ein Wettklettern durchführen wollten. Ihr Ziel war es, die Spitze eines hohen Turmes zu erreichen. Viele Zuschauer hatten sich bereits versammelt, um diesen Wettlauf zu sehen und sie anzufeuern. Das Rennen konnte beginnen. Von den Zuschauern glaubte niemand so recht daran, dass es möglich sei, dass die Frösche diesen hohen Gipfel erreichen könnten. Alles, was man hören konnte, waren Aussprüche wie: „Ach, wie furchtbar anstrengend!“ – „Die werden sicher nie ankommen!“ oder: „Das können sie gar nicht schaffen, der Turm ist viel zu hoch!“. Einer nach dem anderen begannen die Frösche zu resignieren. Außer einem, der kraftvoll weiter kletterte. Die Leute riefen weiter: „Das ist viel zu anstrengend! Das kann niemand schaffen!“. Immer mehr Frösche verließ die Kraft und sie gaben auf. Am Ende hatten alle aufgehört, weiter zu klettern, außer diesem einen Frosch, der mit enormem Kraftaufwand als Einziger den Gipfel des Turmes erreichte! Jetzt wollten die anderen Mitstreiter natürlich wissen, wie er das denn schaffen konnte! Einer von ihnen ging auf ihn zu, um ihn zu fragen, wie er es geschafft hatte, diese enorme Leistung zu bringen und bis ans Ziel zu kommen. Es stellte sich heraus: der Gewinner war taub!

 

 

Welche Glaubenssätze oder Zuschreibungen möchtest Du gerne loslassen, die dich behindern, Deine persönlichen Ziele und Visionen zu erreichen?

 

Alte, eingefahrene Glaubenssätze oder Zuschreibungen von Außen zu verändern und neue, hilfreiche Sätze zu verinnerlichen ist leider gar nicht so einfach, aber dennoch möglich. Für alle, die gerne den ein oder anderen behindernden Satz verändern möchten, hier eine kleine Anleitung dazu:

 

Schritt 1: Konzentriere Dich auf einen Glaubenssatz, den Du gerne verändern möchtest

 

Schritt 2: Zweifle den Glaubenssatz an: (Ist es wirklich wahr? Kann ich wirklich wissen, dass es wahr ist? Woher kommt dieser Glaubenssatz ursprünglich? Wirklich von mir, oder vielleicht von meinen Eltern, Lehrern, Partner...?

 

Schritt 3: Finde den Sinn in der Sache: (Wie reagiere ich, wenn ich an diesem Glaubenssatz festhalte? Wie fühle ich mich dabei? Was hat er mir bisher gebracht? Wofür habe ich ihn gebraucht? Wofür ist er sinnvoll? - "positive Nebenwirkungen"?)

 

Schritt 4: Kannst Du akzeptieren, dass Dein Glaubenssatz in manchen Situationen für Dich sinnvoll war? und kannst Du Dir vorstellen, ihn nun in Situationen, in denen er Dir heute schadet, loszulassen und durch einen neuen Satz zu ersetzen?

 

Schritt 5: Lass diesen alten Glaubenssatz bewusst los: (Nimm die Situation an, wie sie ist. Die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern. Bis hierher hat Dich Dein Glaubenssatz begleitet, jetzt brauchst Du ihn nicht mehr in jeder Situation. Gibt es mindestens einen Grund, warum es sich für Dich lohnt, Deine alte Überzeugung loszulassen? Was wäre dann anders?)

 

Schritt 6: Formuliere einen neuen, positiven Glaubenssatz (ohne Nein oder Nicht): (Welche Überzeugung ist für Dich hilfreich? Bsp: Statt "Du musst perfekt sein!"... "Ich darf mein Bestes geben!")

 

Schritt 7: Den neuen Glaubenssatz trainieren und im Alltag umsetzen: (Wenn Du Deinen neuen Satz mit Ritualen, z.B. dem Zähneputzen verbindest, kannst Du ihn regelmäßig wiederholen und so trainieren; Woran kannst Du erkennen, dass Dich Dein alter Antreiber wieder im Griff hat? Mache Dir Erfolge immer wieder bewusst und erkenne sie an. DU kannst etwas verändern! - Eine Möglichkeit wäre z.B. einen Smiley in Deinen Kalender zu malen, wenn es Dir gelungen ist, den neuen Glaubenssatz anzuwenden)

 

Viel Spaß beim Üben!


11. Dezember

DAS ARAMÄISCHE VATERUNSER

 

Oh Du, atmendes Leben in allem,

Ursprung des schimmernden Klanges.

 

Du scheinst in uns und um uns,

selbst die Dunkelheit leuchtet,

wenn wir uns erinnern.

 

Hilf uns, einen heiligen Atemzug zu atmen,

bei dem wir nur Dich fühlen

und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.

 

Lass Deinen Rat unser Leben regieren

Und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.

 

Möge der brennende Wunsch Deines Herzens

Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.

 

Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen,

das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.

 

Löse die Stränge der Fehler, die uns binden,

wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.

 

Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen,

sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.

 

Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln,

das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.

Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen!

 

Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen.

Besiegelt im Vertrauen und Glauben.

 

Amen

 

 

Woraus kannst Du im Leben Kraft und Vertrauen schöpfen?


 


12. Dezember

FÜNFZIG JAHRE HÖFLICHKEIT

 

Ein Ehepaar, das harmonisch zusammenlebte, saß am Tage seiner goldenen Hochzeit am Frühstückstisch. Während sie sich über die bevorstehende Feier unterhielten, schmierte die Frau, wie jeden Tag, ihrer beider Brötchen.

 

Dabei dachte die Frau: „Seit fünfzig Jahren habe ich meinem Mann immer das knusprige Oberteil des Brötchens überlassen. Heute möchte ich mir die bessere Hälfte einmal selbst gönnen.“ Ein wenig unsicher reichte sie dem Mann das Unterteil.

 

Doch zu ihrem Erstaunen sprang der Mann erfreut auf, umarmte sie und sagte: „Mein Liebling, du bereitest mir die größte Freude des Tages. Seit fünfzig Jahren verzichte ich auf das leckere Brötchenunterteil, das ich doch am allerliebsten mag. Ich dachte mir immer, du solltest es haben, weil es dir so gut schmeckt!“

 

 

 

In welcher Hinsicht nimmst Du Dich selbst zurück, um anderen Gutes zu tun?

Wie kommunizierst Du in Deiner Partnerschaft?


13. Dezember

DIE FÜNF FREIHEITEN

 

Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist -

anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird“

 

Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke -

und nicht das, was von mir erwartet wird“

 

Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen -

und nicht etwas anderes vorzutäuschen“

 

Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche -

anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten“

 

 „Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen -

anstatt immer nur auf "Nummer sicher zu gehen" und nichts Neues zu wagen“

(Virginia Satir)

 

 

Welche FREIHEITEN sind für Dich wichtig?


14. Dezember

DER ESEL, DER VATER UND DER SOHN

 

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagsglut durch die staubigen Gassen von Keshan. Der Vater saß auf dem Esel, den der Junge führte.

 

"Der arme Junge", sagte da ein Vorübergehender. "Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft." Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.

 

Gar nicht lange dauerte es, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: "So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater daneben her läuft." Dies schmerzte den Jungen und er bat den Vater, sich hinter ihn auf den Esel zu setzten.

 

"Hat man so was schon gesehen?" keifte eine Frau, "Solche Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre er ein Diwan. Die arme Kreatur!" Die Gescholtenen schauten sich an und stiegen beide, ohne ein Wort zu sagen, vom Esel herunter.

 

Kaum waren sie wenige Schritte neben dem Tier her gegangen, machte sich ein Fremder über sie lustig: "So dumm möchte ich nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und noch nicht einmal einen von euch trägt?"

 

Der Vater schob dem Esel eine Hand voll Stroh ins Maul und legte seine Hand auf die Schulter des Sohnes. "Gleichgültig, was wir machen", sagte er, "es findet sich doch jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten."

 

(aus: Peseschkian. Der Kaufmann und der Papagei)

 

 

Wie kannst Du heute auf Dein Bauchgefühl/Deine Intuition hören und für DICH die heute richtigen Entscheidungen treffen?

Ist Dir bewusst, welche Erwartungen andere an Dich haben? und willst Du diese auch erfüllen?


15. Dezember

MÖGE DIE STRASSE UNS ZUSAMMENFÜHREN

 

Möge die Straße uns zusammenführen

und der Wind in deinem Rücken sein;

sanft falle Regen auf deine Felder

und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand…

und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.

Führe die Straße, die du gehst

immer nur zu deinem Ziel bergab;

hab wenn es kühl wird, warme Gedanken

und den vollen Mond in dunkler Nacht.

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand…

und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.

Hab unterm Kopf ein weiches Kissen,

habe Kleidung und das täglich Brot;

sei über vierzig Jahre im Himmel,

bevor der Teufel merkt du bist schon tot.

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand…

und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.

Bis wir uns mal wiedersehen,

hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;

er halte dich in seinen Händen,

doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand…

 

und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.


16. Dezember

"Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert.

 

Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag."

(Bahá'u'lláh)

 

Welche Edelsteine verbergen sich ganz tief in Deinem Inneren?

 

Nimm Dir heute etwas Zeit, Deine Fähigkeiten und Fertigkeiten, Deine positiven und liebenswerten Eigenschaften und Deine inneren Ressourcen/Kraftquellen für Dich bewusst zu machen und Sie Dir aufzuschreiben. Denn....

 

„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt.

Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, dann geschehen Wunder.“

(Henry David Thoreau)


17. Dezember

DIE ZEHN GEBOTE DER INDIANER

  1. Behandle die Erde und alles, was auf ihr lebt, mit Respekt und schärfe deinen Blick.
  2. Bleibe stets in enger Verbindung mit dem Großen Geist und höre auf deine innere Stimme.
  3. Zeige großen Respekt vor deinen Nächsten, bringe dir aber auch selbst Respekt entgegen.
  4. Arbeite gemeinsam zum Wohle der gesamten Menschheit und hilf, wo deine Kräfte stark sind.
  5. Hilf und sei gütig, wo immer dies gebraucht wird, und hilf lieber einmal zuviel.
  6. Tue das, von dem du weißt, dass es richtig ist und denke nach, bevor du handelst.
  7. Kümmere dich darum, dass Körper und Geist sich wohlfühlen und vergiss nicht, für Körper und Geist zu sorgen.
  8. Verwende einen Teil deiner Anstrengungen für das höhere Gute. Du wirst es im Schweigen finden.
  9. Sei ehrlich und wahrheitsliebend zu jeder Zeit und sei zu dir selbst am ehrlichsten.
  10. Übernimm die volle Verantwortung für alle deine Taten. Nicht immer sind nur die anderen schuld.

18. Dezember

STILLE

 

Wir brauchen die Stille, um mit dem Glück in Berührung zu kommen, dass auf dem Grund unseres Herzens ruht.

Wenn wir immer nur in Bewegung sind, werden wir es nicht in uns spüren.

Es ist wie ein See: Nur wenn er ganz ruhig ist, spiegelt sich in ihm die Schönheit der Welt.

 

 

(Anselm Grün)

 

Ich möchte Dich heute einladen, immer wieder für Momente still zu werden, zur Ruhe zu kommen und auf Deinen Atem zu lauschen und zu spüren, was dabei auftaucht.

 

https://www.facebook.com/sabrina.steinberger.3/videos/1871175002977928/

 

https://www.youtube.com/watch?v=ocySbUVxr50&t=25s&fbclid=IwAR3stlbvFXSvdxcbRxDiwly3lRuBEznPTLT4Ukzs_qH_FhUBpxzb02mnvkg

 


19. Dezember

DER KÖNIG IM WALD

 

Einst ging ein König mit einem Freund und seinem Arzt im Wald auf die Jagd. Der König verletzte sich dabei den Finger, der Arzt versorgte die Wunde und verband sie. Der König fragte: „Was meinst du, wird mein Finger wieder gut?“ Der Arzt antwortete: „Gut, schlecht, wer weiß das schon!“ Doch der Zustand des Fingers wurde immer schlimmer. Der Arzt nahm den Verband ab und untersuchte ihn noch einmal. Der König erkundigte sich erneut, ob mit dem Finger wieder alles gut werde. Und wieder erhielt er die Antwort: „Gut, schlecht, wer weiß das schon!“

Drei Tage später war der Finger so schlimm entzündet, dass er amputiert werden musste. Der König war völlig aufgebracht und ließ den Arzt ins Gefängnis werfen. Er fragte den Arzt: „Nun, was denkst du darüber, im Gefängnis zu sein?“ Der Arzt antwortete wie gewohnt: „Gut, schlecht, wer weiß das schon!“ Der König dachte, der Arzt sei wirklich komplett verrückt geworden. Ein paar Tage später ging er wieder in den Wald, um zu jagen. Dieses Mal verirrte er sich und wurde von Waldbewohnern gefangen genommen. Sie wollten ihn den Göttern opfern, aber als deren Oberhaupt sah, dass der König nur neun anstelle von zehn Fingern hatte, lehnte er ihn als Opfer ab, da er nicht perfekt genug war, und gab ihm die Freiheit.

Der König kehrte in die Stadt zurück und ließ den Arzt aus seiner Zelle holen. Er sagte zu ihm: „Es ist gut, was mit meinem Finger passiert ist, das hat mir das Leben gerettet, aber es war schlecht, dass ich dich ins Gefängnis werfen ließ!“ Der Arzt widersprach: „Wenn du mich nicht ins Gefängnis geworfen hättest, wäre ich mit dir jagen gewesen. Und da ich über zehn Finger verfüge, hätte man mich den Göttern geopfert. Also hat es am Ende mein Leben gerettet, dass du mich hier eingesperrt hast!“ Die Moral von der Geschichte ist: „Gut, schlecht, wer weiß das schon!“

(aus: Buddhas kleines Gute-Nacht-Buch)

 

„Wir sollten uns darin üben, vorschnelle Bewertungen sein zu lassen, denn wer weiß schon, wozu eine zunächst vielleicht unangenehme Erfahrung gut ist.“

(Ringu Tulku Rinpoche)

 

 

Versuche heute zu erkennen, ob und in welchen Situationen Du etwas als „gut“ oder „schlecht“ wertest und versuche, die Bewertung sein zu lassen. Es ist, wie es ist.


20. Dezember

DIE KRAFT DER WORTE

 

Eine Geschichte erzählt von einem Sufi, der dafür bekannt war, heilende Worte zu sprechen.

Eines Tages brachten hilfesuchende Eltern ihr krankes Kind zu ihm. Der Sufi sprach seine heilenden Worte und wiederholte sie mehrmals. Daraufhin gab er das Kind den Eltern zurück und sagte: „Nun wird es wieder gesund werden.“

Ein Mann, der dabei zugesehen hatte, wollte das Geschehene nicht glauben und warf ein: „Wie soll das möglich sein, dass irgendjemand nur durch ein paar gesprochene Worte geheilt werden kann?“

Zum Erstaunen aller Anwesenden wandte sich der Sufi, der für seine Sanftheit bekannt war, aufbrausend an den Mann: „Das kannst du nicht verstehen, denn du bist nur ein Narr! Jeder hier im Dorf weiß um deine Dummheit!“ Umgehend stieg dem Mann Zornesröte ins Gesicht, er fühlt sich zutiefst beleidigt. Voller Wut ging er auf den Sufi zu. Doch der Sufi lächelte und sprach:

„Wenn nur ein paar Worte die Kraft haben, dich derart wütend zu machen, warum sollten dann Worte nicht auch die Kraft besitzen, zu heilen?“

 

 

(nach Hazrat Inayat Khan)


21. Dezember

ACHTE AUF DEINE GEDANKEN

 

Achte auf Deine Gedanken => denn sie werden Worte

 

Achte auf Deine Worte => denn sie werden Handlungen

 

Achte auf Deine Handlungen => denn sie werden Gewohnheiten

 

Achte auf Deine Gewohnheiten => denn sie werden Charakter

 

Achte auf Deinen Charakter => denn er wird Dein Schicksal

 

(aus dem jüdischen Talmud)

 

 

Achtsam sein ist in unserem hektischen Alltag häufig eine wirklich Herausforderung. Wir haben viele Termine, Ideen und Gedanken im Kopf. Erledigen viele Dinge im Alltag automatisiert und routiniert. Leider häufig auch im zwischenmenschlichen Kontakt mit unserer Umwelt. Lege Deine Wahrnehmung, Deine Achtsamkeit und Dein Bewusstsein daher heute auf jeden ersten Satz im Kontakt mit allen möglichen Menschen, die Dir begegnen:

  • Was denkst Du?
  • Was sagst Du?
  • Wie handelst Du? (Tätigkeit, aber auch Mimik und Gestik)
  • Welche Gewohnheiten spielen dabei eine Rolle?

22. Dezember

SPUREN IM SAND

 

Eines Nachts hatte ich einen Traum…

 

Ein Engel stand an meinem Bett und nahm mich mit auf eine sonderbare Reise.

Plötzlich fand ich mich an einem einsamen Sandstrand wieder.

Der Engel sagte mir, dass ich in dieser Nacht mein bisheriges Leben nochmal durchschreiten dürfe. So ging ich barfuß über den warmen Sand. Dabei konnte ich, wie in einem Film, auf mein Leben zurückblicken. Da bemerkte ich neben meinen eigenen Fußabdrücken noch eine andere Spur. Ich fragte den Engel, wer die Spur neben mir hinterlassen habe.

Lächelnd sagte der Engel: „Ich war all die Jahre stets an deiner Seite.“ Mein „Lebenslauf“ machte mir bewusst, was für ein glückliches und erfülltes Leben ich bisher hatte. Doch manchmal kam ich auch an Stellen, die von Trauer überschattet waren. Und genau dort konnte ich nur eine Spur im Sand erkennen! So fragte ich den Engel, weshalb er mich denn während der schlimmsten Zeiten meines Lebens allein gelassen habe. Liebevoll antwortete der Engel: „Ich habe dich auch auf deinen schwersten Lebenswegen niemals allein gelassen. Dort, wo du nur die eine Spur im Sand gesehen hast, da habe ich dich getragen!“

 

 

(angelehnt an eine Geschichte von Margaret Fishback Powers)

 

 

Heute möchte ich Dich einladen, Dir etwas Zeit für Dich zu nehmen und vielleicht auf ein Blatt Papier wie einen Fluss den Lauf Deines bisherigen Lebens aufzuzeichnen. Mit seinen Höhen und Tiefen. Von Deiner Geburt bis heute. Du kannst das natürlich auch gedanklich machen. Unser Leben verläuft meist nicht wie ein Kanal... geradlinig, betoniert, abgesichert... sondern hat einen natürlichen Verlauf mit Biegungen und Wendungen, Stromschnellen, Wasserfällen, tiefen und seichten Stellen. 

 

Jeder von uns hat wohl auch schon mal schwierige Zeiten, Tiefpunkte im Leben erlebt, die geprägt waren von Enttäuschung, Trauer, Verletzung, Niedergeschlagenheit oder auch Wut/Ärger, genauso wie Phasen von Freude, Leichtigkeit und Glück. Wie sieht Dein Lebensfluss aus?

Wenn Du möchtest, kannst Du dann folgende Fragen für Dich beantworten:

  • Wer oder was hat Dich durch Deine schweren Zeiten im Leben getragen bzw. tut es vielleicht gerade? (z.B. ein Engel, Dein Glaube, ein Krafttier, Meditation..., Deine Hoffnung/Zuversicht, Deine Kreativität... oder manchmal einfach nur noch der Wille, irgendwie zu überleben...)
  • Was hast Du in schwierigen Zeiten für Dich gelernt?
  • Welche Deiner Lebensphasen waren von Glück, Freude oder Zuversicht geprägt? 
  • Wo hast Du Kraftquellen in Deinem Leben gefunden?
  • Welche Fähigkeiten und Stärken hast Du in Deinem Leben erworben?

Die negativen Erfahrungen und die positiven Erlebnisse haben Dich zu dem Menschen gemacht, der Du heute bist. Es ist schön, dass es DICH gibt!

 


23. Dezember

DIE VIER KERZEN

 

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schliesslich ganz.

 

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze war aus.

 

Leise und sehr traurig meldete sich die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße LIEBE. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

 

Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.“

 

Mit einem Hölzchen nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte die anderen Lichter Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.

 

 

(Elsbeth Bihler)

 

Ich möchte Dich heute gerne dazu einladen, Deine Kerzen am Adventskranz - oder auch andere Kerzen - ganz achtsam und bewusst anzuzünden.

 

Wofür leuchten die Kerzen bei Dir?

Welche Bedeutung hat für Dich Kerzenlicht?


24. Dezember

WEIHNACHTSSTERN

 

Von Osten strahlt ein Stern herein

Mit wunderbarem hellem Schein,

Es naht, es naht ein himmlisch Licht,

Das sich in tausend Strahlen bricht!

Ihr Sternlein auf dem dunklen Blau,

Die all ihr schmückt des Himmels Bau,

Zieht euch zurück vor diesem Schein,

Ihr werdet alle winzig klein!

Verdunkelt, Sonnenlicht und Mond,

Die ihr so stolz am Himmel thront.

Er nahet heilig leuchtend fern

Vom Osten her der Weihnachtsstern.

 

 

Franz von Pocci

 

Ich wünsche Euch/Ihnen allen FROHE WEIHNACHTEN,

schöne und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

Herzliche Grüße, Karoline Nikolaus

 

P.s. Als letzte Achtsamkeitsübung würde ich mich sehr über den ein oder anderen Kommentar zu diesem Adventskalender freuen :)

 


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Kommentare: 11
  • #1

    Kerstin Hambach (Donnerstag, 29 November 2018 07:13)

    Eine sehr schöne Idee und so liebevoll.
    Ich wünsche Dir auch eine schöne Adventszeit und freue mich auf deinen Advendskalender.
    Lg Kerstin

  • #2

    Moni � (Donnerstag, 29 November 2018 18:55)

    Ich freue mich über die täglichen Beiträge!
    Es wird bestimmt spannend!
    Viele Grüße

  • #3

    Nicole Bognar (Freitag, 30 November 2018 16:59)

    Das ist eine wundervolle Idee Dankeschön

  • #4

    ElkeBrager@gmx.de (Freitag, 30 November 2018 17:35)

    Das ist wirklich nett von dir den Adventskalender kostenlos zur Verfügung zu stellen.

    vielen Dank dafür und eine schöne Weihnachtszeit

  • #5

    Ulli (Freitag, 30 November 2018 23:48)

    Freu mich drauf

  • #6

    Andrea L. (Samstag, 01 Dezember 2018 12:03)

    Wunderschöne Idee.
    Das ist mein erster Adventskalender, bei dem ich nicht weiß, was drin ist. Und der nicht dick macht. Danke, für die tägl. Auszeit.

  • #7

    Gerlinde R. (Montag, 24 Dezember 2018 08:48)

    Danke für die Vielfalt in diesem Kalender. Ich habe mich jeden Morgen darauf gefreut ihn zu lesen. Ich bin begeistert!

  • #8

    Melanie (Montag, 24 Dezember 2018 18:07)

    Hallo Karoline.
    Jeden Tag habe ich mich auf den etwas anderen Adventskalender gefreut. Ich hoffe du wiederholst das ganze nächstes Jahr wieder :-)
    Ein frohes Weihnachtsfest

  • #9

    Michaela (Mittwoch, 02 Januar 2019 08:15)

    Ein sehr schöner mal anderer Adventskalender. Hat jeden Tag gut getan zu lesen. Hat Freude gemacht. Freu mich auf den für das kommende Jahr. Ich wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr 2019.

  • #10

    Mia (Donnerstag, 18 November 2021 22:14)

    Das ist ein sehr liebevoll gestalteter Adventskalender, in dem viel Arbeit steckt. Vielen Dank für die wunderbaren Anregungen.
    Herzliche Grüße und eine gesegnete Adventszeit.

  • #11

    Johann (Freitag, 02 Dezember 2022 20:30)

    Mit Achtsamkeit durchs Leben gehen.
    Vielen Dank für die Gestaltung, habs sie erst heute entdeckt.
    Hochachtung. zwischenmenschliche Wertschätzung und Achtung sind das Fundament jeder Beziehung.
    Eine hoffnungsvolle Adventzeit.
    liebe Grüße Hans