Masken tragen in der Öffentlichkeit - Die negative Seite der "Maskerade"

 

Für viele - vielleicht die meisten - Menschen stellt es keinerlei Problem dar, eine einfache (keine medizinische) Gesichtsmaske zu tragen. Im Gegenteil, manchen Menschen gibt eine Maske auch Sicherheit - in unsicheren Zeiten. Sie tragen die Maske, um sich selbst (vermeintlich) und andere vor Tröpfcheninfektion zu schützen. Sinnvoll ist dies vor allem dann, wenn der Maskenträger einen ansteckenden Infekt hat. Da viele Erkrankungen - und insbesondere auch COVID-19 - bereits kurz vor Ausbruch erster Symptome ansteckend ist, besteht inzwischen in Deutschland zwar keine Maskenpflicht, aber die dringende Empfehlung, im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Auch wenn es laut Robert-Koch Institut (RKI) bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis eines effektiven Schutzes anderer Personen gibt, die Schutzwirkung erscheint lediglich plausibel und wird daher empfohlen. Auf einen Eigenschutz gibt es bisher keine wissenschaftlichen Hinweise.

Wichtige Informationen zum richtigen Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gibt das Robert-Koch-Institut, auf das ich hierzu gerne verweisen möchte. 

 

Ich möchte in meinem Blogartikel jedoch auf eine ganz andere Problematik hinweisen. Die psychischen Schwierigkeiten, die insbesondere für Menschen mit Traumatisierung durch das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen entstehen können. Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und zeigt vor allem meine Erfahrungen aus meiner therapeutischen Praxis auf. Allerdings freue ich mich über Kommentare und Anregungen, welche psychischen Auswirkungen sich entweder durch das Tragen einer Gesichtsmaske, aber auch das Nicht-Tragen ergeben.

 

Das maskierte ICH

Menschen, die zu medizinischen Risikogruppen gehören, wie z.B. Asthmatiker oder Menschen mit COPD (Chronische obstruktive Lungenerkrankung), bekommen unter Mund-Nasen-Masken häufig schlecht Luft, was zu Atembeschwerden bzw. Atemnot führen kann. Dies wiederum kann zu Panikattacken führen und sich dadurch auch als psychische Belastung zeigen. Aber nicht nur Menschen mit COPD und anderen chronischen Bronchialerkrankungen sind betroffen. Auch gesunde Menschen können durch zu langes Tragen von Masken zu viel CO-2 aufnehmen und dadurch die eigene Sauerstoffaufnahme gefährden. 

 

Traumatisierte Menschen jedoch, die einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen sollen, bekommen häufig alleine bei der Vorstellung daran Angst- und Panikzustände oder Flashbacks - einem Wiedererleben traumatischer Erfahrungen in der Gegenwart. Warum?

 

Menschen, die z.B. Krieg, Folter, Raubüberfälle, sexuelle oder körperliche Gewalt oder ähnliche Situationen einmalig oder über lange Jahre erleben mussten, und denen bei einer Gewalttat z.B. der Mund zugehalten oder sie geknebelt wurden, ihnen die Luft abgedrückt wurde, sie unter Wasser getaucht wurden oder ihnen ein Tuch oder Kleidungsstück während der Tat über den Kopf gelegt wurde, ertragen es schon im Alltag häufig nicht, wenn sie einen Schal oder ein Tuch tragen sollen oder bekommen Beklemmungsgefühle bei enger oder hochgeschlossener Kleidung. Diesen Menschen eine Maskenpflicht zu verordnen, würde einer erneuten Retraumatisierung gleich kommen.

Für diese traumatisierten Menschen, die sowieso schon häufig unter massiven Folgen, wie z.B. einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS/PTSD) leiden, kann eine Maskenpflicht gravierende Folgen haben:

 

Aufgrund der häufig massiven Ängste vor Vermummung, kann es passieren, dass manche Menschen in der Öffentlichkeit keine Mund-Nasen-Maske tragen werden. Diese Menschen müssen dann mit unangenehmen, aggressiven, beleidigenden oder zumindest kritisch-auffordernden oder belehrenden Reaktionen anderer, insbesondere auch fremder Menschen (was wiederum Ängste und Panik auslösen kann) rechnen oder gar mit strafrechtlichen Konsequenzen bei einer gesetzlichen Maskenpflicht. Ein Erleben, welches sie aus ihrer Vergangenheit häufig nur allzu gut kennen und welches ihnen enorme Angst bereiten kann und das häufig sowieso schon gedrückte Selbstwertgefühl weiter verringern. Aggression vom Umfeld und "nicht-verstanden-werden" ist für diese Menschen ein Zustand der kaum auszuhalten ist. Zudem ist häufig das Vertrauen in Institutionen und unser rechtsstaatliches System durch Negativerfahrungen (z.B. mangelnde oder keine Hilfen durch Ämter, wie beispielsweise das Jugendamt oder in unsere Rechtssprechung durch z.B. Freispruch oder milde Strafen für Täter) geprägt und oft bereits stark erschüttert.

 

Doch auch bei Traumatisierten, die sich vor Angst vor den Konsequenzen an die Regeln und Empfehlungen halten werden, kann eine der Folgen ein ständiges "getriggert-werden" und Flashbacks sein, auch in Situationen, die vielleicht durch langjährige Therapie inzwischen mühsam erfolgreich bewältigbar waren. Dies kann erneut zu deutlichen Rückschlägen und einem Verlust des mühsam erworbenen Selbst- und Fremdvertrauens, zu Ängsten, Depressionen und Schlafstörungen führen. Hierzu kommt im Moment auch noch die Schwierigkeit, dass die psychotherapeutische und/oder psychiatrische Begleitung durch Therapeuten häufig nur eingeschränkt, erschwert oder im schlimmsten Fall gar nicht möglich ist. Ebenso wie die Möglichkeit, Schutz in psychiatrischen oder psychosomatischen Kliniken zu erhalten, die teilweise Betten für künftige Corona-Patienten freihalten müssen.

 

Viele traumatisierte Menschen werden sich alleine aus diesen Gründen und auch aus "Angst vor der Angst" immer noch mehr zurückziehen und im schlimmsten Fall ihr Haus oder die Wohnung nicht mehr verlassen, was häufig jetzt schon durch die Maßnahmen des "social distancing" ein vermehrtes Problem darstellt. Oftmals wird der soziale Rückzug aus Angst auch noch begleitet von einem steigenden Risiko sich selbst zu verletzen oder zu Sucht-/Betäubungsmitteln greifen, um die vermeintliche Hilflosigkeit und Schwäche durch Selbstabwertung und sog. "Täterintrojekte" (Selbstschädigende Muster, die durch massive Gewalterfahrung entstanden sind) zu kompensieren. Bis hin zum Suizidversuch oder gar erfolgreichen Suizid. 

 

Manche Betroffene werden sich aus Angst vor den Folgen einer Verweigerung der Maskenpflicht/ bzw. dringenden Trageempfehlung anpassen und sämtliche Konsequenzen für sich selbst (Ängste, Panik, Flashbacks, Schlafstörungen, Retraumatisierung) in Kauf nehmen - für betroffene Menschen, die suizidal sind, könnte dies auch zur Lebensgefahr werden. Insbesondere, wenn die Dauer der Maßnahme nicht absehbar ist und im aktuellen Fall globale Ausmaße hat. Man könnte jetzt nicht einmal theoretisch "fliehen", da die Situation in anderen Ländern vergleichbar oder gar noch schlechter ist - eine Strategie, die in "normalen" Zeiten manchmal hilft... "Im Notfall könnte ich ja - zumindest prinzipiell - hier weg".

 

Die maskierten ANDEREN

Manche Menschen finden es wertschätzend, anderen gibt es eine vermeintliche Sicherheit und wieder andere finden es abschreckend und befremdlich bis beängstigend, in der Öffentlichkeit Menschen zu begegnen, die eine Mund-Nasen-Maske tragen.

Solange es nur einzelne Menschen sind, ist es auch für die oben genannte Gruppe an traumatisierten Menschen noch "aushaltbar". Diese wissen ja ebenso rational über die Gründe dafür Bescheid. 

Umso mehr Menschen jedoch maskiert sein werden, z.T. vielleicht auch mit lustig gedachten, aber für traumatisierte Menschen bedrohlich wirkenden Masken - die entweder sehr dunkel, mit gruseligen Aufdrucken, oder triggernden Zeichen/Symbolen versehen sind - umso mehr wird es zu einem bedrohlichen Szenario.

Für Menschen, die früh in ihrer Integrität verletzt und durch ihre Traumatisierung durch Masken verunsichert werden, gibt es unterschiedliche Trigger für Ängste:

 

- das Gesicht des Gegenübers ist nicht oder nur teilweise erkennbar, dadurch fehlt die deutbare Mimik und Emotionen werden noch schlechter einschätzbar "Was will der/diejenige von mir?", "Bin ich womöglich in Gefahr?" Diese führt zu Verunsicherung und kann Ängste sowie im schlimmsten Fall Panik auslösen.

 

- Täter bei früheren Traumatisierungen waren häufig maskiert - insbesondere bei Vergewaltigungen, Folter und rituellem Missbrauch - daher können Begegnungen mit Menschen, die Gesichtsmasken tragen, retraumatisierend auf die Betroffenen wirken.

 

Da Flashbacks nicht im Großhirn - unserem rationalen Denken/Verstand - sondern in tiefer liegenden Gehirnregionen, die für Kampf-/Flucht oder Erstarren zuständig sind um das Überleben zu sichern, ausgelöst werden, reicht es für Betroffene Menschen nicht aus, vom Verstand her "zu wissen", wofür das Masken tragen gerade sinnvoll ist. Diese Erkenntnis kommt immer erst dann, wenn der Flashback, der Angstzustand oder die Panikattacke bereits überstanden ist. Doch das kostet unglaublich viel Kraft und bringt manche Menschen an den Rand der Verzweiflung. Denn ihr Verstand sagt ihnen "ich weiß doch eigentlich, wofür es gut ist".

 

Weiterhin ist mir allerdings auch noch wichtig zu erwähnen. Es gibt auch die andere Seite: Menschen, denen es Angst macht, anderen Menschen, die keine Maske zu begegnen. Wie man sieht, ist es also ein unglaublich komplexes Thema und ein ziemliches Dilemma für alle Beteiligten - also uns als Gesellschaft. Wie also damit umgehen?

 

Umgang mit Masken-Widerstand

Vielen Menschen ohne psychische Belastung sind diese Themen nicht einmal bewusst. Dafür habe ich vollstes Verständnis und deshalb möchte ich darauf auch aufmerksam machen und zumindest sensibilisieren.

 

Was kann ich also tun, wenn mir jemand im öffentlichen Raum begegnet, der trotz Verordnung (wie in manchen Bundesländern - derzeit z.B. in Sachsen) oder dringender Empfehlung keinen Mund-Nasen-Schutz trägt?

  • Freundlich ansprechen und nachfragen:
    • Z.B: "Ich sehe, Sie tragen keinen Mundschutz - mir selbst ist das wichtig. Darf ich fragen, was Sie daran hindert?" Auf diese oder ähnliche Art und Weise werden Sie vermutlich eine offenere oder ehrlichere Antwort erhalten, als wenn Sie den/diejenige anschreien, beleidigen oder anderweitig aggressiv reagieren
    • Mögliche Antworten:
      • "das geht sie gar nichts an" (auch diese Antwort kann ein erster Schutzmechanismus sein)
      • "Ich kann nicht nähen" oder "Ich habe keinen" oder "Ich kann mir keinen leisten"
      • "Ich halte das nicht für sinnvoll - interessiert mich nicht"
      • "Ich bekomme Panikattacken, wenn ich ein solches Teil tragen muss"
      • usw.
  • Bei eigener Angst vor einer möglichen Ansteckung, etwas mehr Abstand halten zu Menschen, die keine Maske tragen
  • Selbst Vorbild sein und einen möglichst neutralen, oder zumindest hellen/freundlichen Mund-Nasen-Schutz tragen, aber Anderen gegenüber tolerant sein, denn es wird Gründe für deren Verhalten geben, die wir nicht kennen.
  • Gegenseitige Rücksichtnahme
    • wenn ein Großteil der Bevölkerung sich an die Regelungen hält, ist bereits viel erreicht
    • "die Kirche im Dorf lassen" - es handelt sich bei Menschen, die lediglich keine Maske tragen, nicht um gewalttätige oder fahrlässige Menschen. Sie machen das häufig nicht aus Provokation oder Schädigungsabsicht (diese gibt es natürlich auch, zeichnen sich dann aber eher durch aktiv provozierendes Verhalten, wie z.B. Ablecken von Gegenständen oder Bespucken aus - diese sind von mir hier nicht gemeint!) sondern z.B. aus den oben genannten Gründen
    • für die Einhaltung von Rechten sind nicht wir als Gesellschaft zuständig, sondern die Polizei und ggf. Gerichte
  • mit Personen aus dem Bekannten- oder Freundeskreis/Familie oder im näheren Arbeitsumfeld könnten Sie sachlich sprechen und sie (leichter als Fremde) nach ihren Gründen fragen, wieso ein Tragen der Maske nicht möglich ist

Ergänzung am 20.04.2020: Gerade eben wurde in der Pressekonferenz von Markus Söder für Bayern bekannt gegeben, dass ab kommender Woche, also ab 27.04.2020 eine generelle Maskenpflicht im ÖPNV, sowie beim Einkaufen besteht. Ich hoffe, es wird dennoch Menschen geben, die tolerant mit der o.g. Personengruppe umgehen werden. Denn traumatisierte Menschen haben bereits genug Leiden erlebt. Vielleicht wäre es auch denkbar, diesen Menschen ein ärztliches Attest für den Fall, dass ein längeres oder überhaupt ein Tragen einer Maske einfach nicht möglich zu sein scheint, auszustellen. Ich werde dies immer wieder anregen... und mit meinen eigenen Klienten werde ich an Ihren Stärken, ihrer Resilienz und Ihrer Selbstwirksamkeit und einem möglichst guten Umgang mit ihren Ängsten und Traumafolgesymptomen arbeiten, damit diese Situation möglichst auch ohne gravierendes Rückzugsverhalten bewältigbar wird. Denn wir werden uns wohl noch lange Zeit damit befassen müssen.

Foto: Mund-Nasen-Maske von "Heimatstolz" in Kösching - ein Beispiel für einen hell-freundlichen MNS

Ich wünsche uns allen viel Toleranz und Mitgefühl und vor allem Gesundheit - körperlich und auch psychisch!

Karoline Nikolaus

Ergänzung am 25.04.2020: Einladung zur Facebook-Gruppe "Umgang mit der Maskerade... Eine Mutmachgruppe"

 

Aufgrund der vielen Kommentare, Nachrichten und E-Mails zu meinem Blogbeitrag, habe ich mich entschieden, eine Mutmachgruppe zu gründen, für Menschen, die aus psychischen Gründen (z.B. Angst/Panikattacken, Traumafolgestörungen,...) oder aufgrund weiterer Beeinträchtigungen, wie z.B. Behinderungen, Krankheiten..., Schwierigkeiten damit haben, eine Gesichtsmaske zu tragen.

 

Die Gruppe ist offen für Betroffene oder Angehörige, die ihnen helfen möchten, sowie für Therapeuten, die sich entweder aktiv mit Ideen oder Hilfsangeboten beteiligen möchten, oder Anregungen für ihre Klienten suchen.

 

Ziel der Gruppe ist ein Austausch, gegenseitiges Bestärken und Mut machen, sowie das Finden von möglichen Lösungsstrategien. Die Gruppe ersetzt keine Psychotherapie oder ärztliche/therapeutische Begleitung!

 

https://www.facebook.com/groups/3066195180067404/

 

Selbstverständlich ist jedoch auch hier ein Austausch weiter möglich und auch erwünscht!

Ich bitte jedoch alle, beim Thema zu bleiben und sich gegenseitig Mut zu machen. 


Kommentare: 399
  • #399

    Michael (Mittwoch, 03 Juni 2020 15:15)

    Wissen Sie, dass Sie jeden Geldautomaten hacken können !!!
    Wir haben speziell programmierte Geldautomatenkarten, mit denen jeder Geldautomat gehackt werden kann Maschine, können diese Geldautomatenkarten verwendet werden, um am Geldautomaten abzuheben oder Geschäfte zu wischen und Steckdosen. Wir verkaufen diese Karten an alle unsere Kunden und interessierten Käufer Weltweit haben die Karten ein tägliches Auszahlungslimit von 5000 US-Dollar an Geldautomaten und bis zu Ausgabenlimit von 50.000 USD in Geschäften seit 38 Jahren. und auch, wenn Sie andere brauchen Cyber-Hacking-Dienste, wir sind jederzeit und jeden Tag für Sie da. Kontakt: expressblankatmcard@gmail.com
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  • #398

    Ayana (Mittwoch, 03 Juni 2020 14:38)

    Jetzt habe ich mal was zu diesem Thema ob die Tests manipuliert werden. In unserem Krankenhaus ich nenne jetzt natürlich keinen Namen oder eine Ärztin positiv getestet. Normalerweise gehört sie ja dann in Quarantäne vor allem wenn Sie mit Patienten arbeitet. Sie kam auch in Quarantäne aber immer erst nach der Arbeit. Also eine Schicht in der Klinik und danach durfte sie nicht mehr raus Punkt wieder einkaufen noch spazieren gehen. Das gleiche war dann mit dem ganzen Kontaktpersonen. Alle mussten auf Arbeit aber durften nach der Arbeit nicht raus. Zusätzlich wurden 110 Mitarbeiter zum Corona Test gezwungen. Da einige nicht Angst vor dem Virus hatten sondern vor der Quarantäne haben viele den Test manipuliert. Das reichen einfach unter den Wasserhahn gehalten und abgegeben. Somit waren alle Testungen negativ. Und ich möchte nicht wissen in wie viel Häusern das genauso passiert. Ja normalerweise kann man so einen Test nicht manipulieren weil ihn eine Schwester abnimmt. Aber bei uns wurden die Röhrchen jeden Mitarbeiter auf dem Platz gelegt zum selbst durchführen. Also so gefährliche könnt ja Killervirus dann doch nicht sein!!!

  • #397

    C. (Mittwoch, 03 Juni 2020)

    @Buene: ja das macht wirklich von vorne bis hinten keinen Sinn. Fiebermessungen, wenn keiner Symptome zeigt? Da findet man garantiert massenhaft Infizierte ;-)
    Besonders jetzt wenn es heiss draussen ist und alle mit hochroten Köpfen unterwegs sind. Die Körpertemperatur geht da doch kurzzeitig auch hoch. SO kann man die Statistik auch hochtreiben.
    An die Fallzahlen glaube ich sowieso nicht. Wer garantiert uns, dass bei den Tests nicht manipuliert wird?
    Ist nur so ein Gefühl - aber ich glaube mit dem Gedanken bin ich nicht ganz alleine...

  • #396

    C. (Mittwoch, 03 Juni 2020 10:28)

    @Ayana: habe mich selber gewundert, dass ich etwas gesagt habe. War vielleicht ein Reflex auf den irritierten Blick der beiden. Schade nur, dass die "blöde Ziege" dass nicht mitbekommen hat. Aber dass die beiden der noch hinterhergerufen haben, hat bei mir für ein zufriedenes Lächeln gesorgt.
    Normalerweise bin ich nämlich auch total ängstlich und schüchtern.
    Scheint wohl irgendwie auf die Situation anzukommen. Vor ein paar Jahren habe etwas ähnliches gebracht, als ein Mensch mit Behinderung blöd abgemacht wurde. Da kam im vorbeigehen von mir der Kommentar "besser behindert als blöd" Kaum war der Spruch raus, habe ich mir vor Schreck die Hand vor den Mund gehalten.
    Der Mann hat nur gelacht und gesagt, er weiss was ich gemeint habe... :-)

    Mitte Juli soll es eigentlich ein paar Tage nach Bayern gehen. Habe keine Ahnung, wie ich das packen soll. Stornieren geht nicht, weil der finanzielle Verlust zu gross wäre. Gebucht war das lange vor Corona. Und wie ich die lange Bahnfahrt überstehen soll, weiss ich auch nicht. Hoffentlich finde ich vorher noch einen vernünftigen Arzt, der mir ein Attest schreibt.

    Flugreisen gehen für mich überhaupt nicht. In diesen Höllenmaschinen habe ich Todesangst.
    Man kann mich in Segelflieger, Hubschrauber und kleine Sportflieger setzen - alles kein Problem - nur die grossen Maschinen gehen garnicht.
    Was das für eine spezielle Form der Flugangst ist, weiss ich nicht.

    Aber Du hast Recht: der schönste Urlaub für uns alle wäre, wenn die Masken fallen - einfach wieder unbeschwert draussen unterwegs sein dürfen. Aber ob unser Traum jemals wahr wird???

  • #395

    Buene (Mittwoch, 03 Juni 2020 10:20)

    Hallo an alle! Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass auch bei Euch früher oder später die Maskerade zumindest zum Teil fallen wird. Wir sind ja von "Normalität" im eigentlichen Sinne auch ab dem 15. Juni noch meilenweit entfernt und Sachen wie Friseurbesuch, Fahren mit den Öffis, geschweige denn Reisen (wir haben leider kein Auto) sind nach wie vor unmöglich, solange der Fetzen vorgeschrieben wird. Leider. Und auch hier hört man immer wieder von "Clustern", wo gleich -zig Infizierte gefunden wurden. Na ja, wer's glaubt. Für mich erscheint das alles wie eine riesengroße Show, die Maßnahmen sind teilweise so durchschaubar unnötig, wie zB.: gestern rief das Krankenhaus an und gab die Uhrzeit für die OP meines Mannes am Freitag bekannt. Dann sagte die Dame noch "und morgen ist um 11.00 Uhr der Coronatest". Sagte ich "wie soll das gehen, mein Mann ist BERUFSTÄTIG und keiner hat ihm was gesagt, wie soll er sich so kurzfristig frei nehmen?". Es ging gottseidank. So, jetzt ist er gerade unterwegs dorthin. Und wenn er nach dem Test rausgeht und sich gleich im Bus infiziert, hat er dann am Freitag trotzdem Corona...also diese Logik möchte ich gern mal von den sogenannten "Experten" erklärt bekommen! Diese Tests kosten nur unnötig viel Steuergeld für nix! Und am Flughafen werden jetzt für die Abfliegenden Fiebermessungen durchgeführt. Wenn jedoch über 80 % der Infizierten gar keine Symptome aufweisen, wozu denn das, bitte? Also ich finde, wenn man ein bißchen das Hirn einschaltet, ist es doch sowas von offensichtlich, dass wir hier alle nur vera.... werden! Und unsere Sozialstadträtin hat quasi die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel dazu aufgefordert, Maskenverweigerern das Leben schwer zu machen, nennt das dann "sozialen Zwang"...die Vernaderung (=Anschwärzen) feiert fröhliche Urstände! Hatten wir das nicht schon mal in unseren Ländern?
    zu ...Aussteiger, wann ich es will: eigentlich interessiert es niemanden, ob das andere Leute hier gut finden oder nicht. Wir unter uns sind froh, Gleichgesinnte (bzw. "Gleichleidende") gefunden zu haben, mit denen wir uns austauschen können. Es hilft uns zu wissen, dass wir mit dem Maskenproblem nicht ganz alleine dastehen und dass wir nicht verrückt oder hysterisch sind! Es wundert mich, dass sich hier überhaupt jemand an der Diskussion beteiligt, ohne das Problem zu haben... Und wer nicht will, schreibt normalerweise auch nichts hier rein, oder?
    Ich bin ja schon gespannt auf übernächsten Montag; ich bin sicher, die Hysteriker werden bis Jahresende noch mit Maske und womöglich Handschuhen rumlaufen. Sollen sie. Ich werde ab dem 15. mit einem erleichterten Lächeln auf den Lippen einkaufen gehen! Ich fürchte mich nur noch vor Freitag, denn nach der OP muss ich meinen Mann abholen (ich werde zu Fuß hingehen, ist ca. eine Dreiviertelstunde), aber zurück müssen wir mit dem Bus oder Taxi fahren, und da ist....Maskenpflicht. Leider komme ich da nicht drum herum, aber ich werde die Maske unter der Nase haben wie jetzt immer schon im Supermarkt, dann hoffe ich, es ohne Probleme durchstehen zu können.
    Ja, Urlaub würde ich heuer auch keinen machen, unter diesen Umständen auch noch bezahlen dafür...da ist es besser, auf Balkonien zu bleiben und das Geld für nächstes Jahr zu sparen. Dann wird das ein richtiges Fest werden!!!
    @ Micha: ich hätte das gerne live miterlebt im Supermarkt, das freut mich echt für Dich!!!! Super!
    @ C.: eigenartigerweise habe ich hier bei uns den gegenteiligen Eindruck; viel mehr Ausländer als Österreicher tragen überall - auch im Freien und wenn sie als z.B. Pärchen unterwegs sind - die Maske und schauen einen böse an, wenn man "oben ohne" unterwegs ist. Aber so inländische Hexen und Wichtigtuer haben wir hier natürlich auch, die selbsternannten "Hilfssheriffs". Furchtbar! Gut, dass Du Dich eingemischt hast!

  • #394

    Ayana (Dienstag, 02 Juni 2020 20:11)

    @ Micha
    Ich freue mich echt für dich dass du es geschafft hast im Supermarkt einzukaufen! Und das ist besser gelaufen ist als du befürchtet hast ist doch wirklich eine sehr gute Erfahrung.

    C.
    Ich denke da gibt es so viele und schöne Szenen die man mit erlebt wenn man viel unterwegs ist. Respekt dass du Partei ergriffen hast für die Jungs. Sowas würde ich mir gar nicht getraut.
    Und Flugreisen während der Coronazeit kämen für mich sowieso nicht in Frage. Und sowas denke ich überhaupt nicht. Ich denke da muss man einfach Abstriche machen jetzt. Ein Sommer ohne Maske wäre für mich schon Urlaub genug. Also ich meine jetzt nicht dich sondern dein Beispiel mit dem Flugzeug.

    @ Buene
    Ja ich bin von Deutschland. Komme aus Thüringen.

    @ Anna
    Ohne Worte...
    Und irgendwie bist du ja nicht gegangen du liest ja weiterhin mit.

  • #393

    C. (Dienstag, 02 Juni 2020 16:19)

    Das muss jeder für sich selber entscheiden. Reisende soll man nicht aufhalten!

    Das muss ich jetzt mal loswerden, was ich heute in der Stadt erlebt habe: Da lief eine Frau (eindeutig Ü 60!) durch die Fussgängerzone - natürlich MIT Maulkorb und Handschuhen. Standen zwei dunkelhäutige Jungs (höchstens 20) ohne Maske neben einer Sitzbank und dann zeigt die doch tatsächlich auf ihren Maulkorb und sagt zu den beiden: "hier ist Mundschutzpflicht!" Die beiden haben ganz große Augen gemacht und ich ich habe sofort zu denen gesagt: "draussen nicht, nur in Läden" Da haben die beiden der Tussi noch hinterhergerufen: "was ist los mit dir, spinnst du oder was?"
    Zu den ganzen "Bleichgesichtern" (also uns Deutschen) ohne Maske hat die nichts gesagt. Rassistischer geht es wohl nicht mehr. DIE hat wohl nur eine einzige Denkweise - und die lautet: Neger = automatisch verseucht.

  • #392

    ...Aussteiger, wann ich es will (Dienstag, 02 Juni 2020 15:36)

    ...PS: ich bin gegangen, von diesem Forum, weil man stirbt, wenn man drin bleibt. Zuviel Jammerei.

  • #391

    C. (Dienstag, 02 Juni 2020 10:39)

    Hallo Buene!

    Schön von Dir zu hören! Ein ganz kleines bisschen neidisch bin ich ja auf Euch, weil der Maulkorbzwang teilweise abgeschafft wird. Aber ich freue mich natürlich auch ganz doll für Dich - ihr habt es nach der langen Zeit verdient, endlich etwas Erleicheterung zu bekommen.
    Schön, dass es endlich einen OP-Termin für Deinen Mann gibt. Wird auch höchste Zeit, denn vernünftiges sehen ist doch noch wichtiger als alles andere.
    Ob hier jemals die Masken fallen werden, wage ich zu bezweifeln (aber wir hoffen es natürlich ganz stark), denn die Schwachmaten aus der Regierung fangen ja schon wieder an mit ihren steigenden Infektionszahlen (an die ICH aber nicht glaube) und die waren bestimmt von Anfang an alle manipuliert und gefälscht. Mein Bauchgefühl sagt, es waren nicht mal halb so viele Fälle wie öffentlich behauptet.
    Bei uns in Niedersachsen sind die alle so verbohrte Maskenfetischisten, hier sieht man NIE jemanden ohne in den Läden. Wie kann man nur so blöd sein und auf die Lügen vom bösen Killervirus reinfallen?
    Mit den Ärzten hast Du vollkommen Recht: Traut sich mal einer, die Wahrheit öffentlich "rauszuhauen" dann wird der sofort mundtot gemacht und abgesägt.
    Unabhängige Justiz gehört auch der Vergangenheit an. Die machen alle was "Mutti" verlangt: nämlich uns unter Druck setzen und immer weiter zu entmündigen. Das legt doch wirklich die Vermutung nahe, dass da ordentlich Bestechungsgelder für die menschenunwürdigen Urteile gezahlt werden...
    Es wurde bei der Maskenpflicht von zeitlich begrenzt gesprochen: das sind bei mir MAXIMAL 14 Tage!
    Ich bleibe weiter bei meinem Standpunkt: wer Angst vor dem Virus hat, sol zu Hause bleiben! Respekt davor ist akzeptabel, aber übertreiben muss man es nicht.

    Vor einigen Tagen lief ein Bericht im Fernsehen über aktuelle Flugreisen. Da jammerte doch tatsächlich eine "Maskentussi" rum, dass ihr die Leute zu dicht auf er Pelle hocken. WAS verlangt die eigentlich? Einen Jumbo, der für sie ganz alleine fliegt? Solche Leute sind einfach nur krank...

  • #390

    Micha (Dienstag, 02 Juni 2020 09:44)

    @Buene
    Endlich ein kleines Licht für Dich am Ende des Tunnels. Es geht bei Euch in Österreich doch etwas aufwärts, wenn auch nur in kleinen Schritten.
    Heute war ich das erste Mal früh 7:30 Uhr mit meiner Frau nach über 6 Wochen im Supermarkt einkaufen. Vorher habe ich mir überlegt, wenn die anderen kein Gesicht unten zeigen, zeigt du halt oben kein Gesicht. Also große Sonnenbrille auf die Nase und ab ins Maskenland. Es war erträglich. Ich hatte es mir bedeutend schlimmer vorgestellt. Die Anzahl der "Gesichtslosen" hielt sich noch in Grenzen, so dass nicht immer einer im Wege stand und wir relativ entspannt einkaufen konnten. Eine Mitarbeiterin sprach uns dann auf die Pflicht an (meiner Frau war das Tuch auch schon unters Kinn gerutscht :-)) und war dann von dem Attest doch überrascht und ich denke auch etwas neidisch. Sie fragte, ob ich da auch Panik bekomme. Ihr geht es auch so (beim Gespräch schob sie ihre Maske auch aufs Kinn und musste Luft holen). An der Kasse stand auch kaum einer. Die Kassiererin braucht keine Maske und wir waren dann durch.
    Alleine und zur "Hauptverkehrszeit" werde ich sicher nicht einkaufen können, aber etwas beruhigter bin ich jetzt schon geworden. Jetzt brauche ich nur noch einen Friseur, der das Attest anerkennt und ohne Maske (Visier kann ich akzeptieren) meine Haare wieder auf Normallänge bringt. Ist aber nicht ganz so wichtig. Es fehlen noch ca. 15 cm Haarlänge bis zu meiner Jugendzeit. Vielleicht fällt bis dahin die Maske auch beim Friseur.

  • #389

    Buene (Dienstag, 02 Juni 2020 06:57)

    @Ayana: ich weiß nicht, wo Du zu Hause bist (wahrscheinlich Deutschland?), aber ich denke, dass in ganz Europa die Maßnahmen demnächst schrittweise fallen werden, auch die Maskenpflicht. Ich konnte es ja auch gar nicht glauben, dass sogar bei uns - wo wir doch das "Musterland" in puncto Maßnahmen waren - die Maskenpflicht teilweise fällt. Ich denke, dass unser Kanzler dazu gezwungen war, denn die Regierung wird ja laufend über die öffentliche Meinung (z.B. Online-Kommentare in Zeitungen etc.) informiert, und da war das schon ganz schön am Kippen hier bei uns. So hat man mal den größten Ärger und Unmut abgebremst. Leider gibt es auch hier schon sogenannten Pop-Up-Stores nur für Masken, ich finde das ja unglaublich, dass die Menschen wirklich so dämlich sein können und die Masken als "notwendiges Übel" abtun und versuchen, in ihren Augen "das Beste draus zu machen". Aus allem wird gleich ein Modetrend gemacht, es ist wirklich zum Kotzen. Auch eine ehemalige Kollegin von mir, die ich ab und an treffe, hat sich passend zu jeder Kleidung Masken genäht. Ich kann derzeit auf der Straße eigentlich nur zwei extreme Gruppen erkennen: die Masken-Ablehner wie wir, die unmaskiert (und auch OHNE Maske unterm Kinn) rumlaufen und in den Läden die Maske eher wie ein "Mundband" unter der Nase tragen - quasi als Protest -, während die anderen - alleine oder in Grüppchen - sogar auf der Straße mit Maske (und teilweise mit Gummihandschuhen!!!) laufen oder auf der Parkbank sitzen und auch in den Supermärkten eifrigst zu den Desinfektionsstationen eilen, als ob es kein Morgen gäbe. Ich habe mir freiwillig überhaupt nie die Hände desinfiziert und wenn ich gezwungen wurde, hab ich mir das Zeug sofort wieder abgewischt, weil es mich dermaßen graust.
    Ich drück Euch im Nachbarland die Daumen, dass auch Ihr bald befreit werdet von den sinnlosen Mundfetzen. Der Anblick ist entwürdigend, beängstigend und macht komplett depressiv. Ich hoffe, ich bin bald übern Berg, mich hat dieser ganze Coronawahnsinn psychisch extrem mitgenommen. Leider bemerke ich - auch meinem Mann gegenüber -, dass ich total aggressiv bin (vielleicht auch aus Sorge um meinen Job, die Kurzarbeit kann ja auch nicht ewig gehen) und nächtelang grübelnd wach liege. Und das mir! Ich habe früher eigentlich immer geschlafen wie ein Murmeltier. Es würde uns allen gut tun, wenn wieder unsere liebgewonnene gewohnte alte Normalität Einzug halten könnte.

  • #388

    Ayana (Dienstag, 02 Juni 2020 06:26)

    @ Biene
    Hallo guten Morgen, das freut mich sehr wieder von Dir zu hören. Und ich freue mich total für euch dass die Maske fällt! Dass dein Mann jetzt zur OP kann und dass du bald ein Stück von deiner Freiheit wieder bekommst. Jetzt wo Sommerhitze und 30° kommen und Maske ich finde es einfach nur noch unerträglich! Ich habe so eine Angst dass die Maskenpflicht bleibt. Ich habe einfach das Gefühl dass ich die Leute damit arrangiert haben die keine Probleme haben. Und ich habe das Gefühl überall nur noch Masken zu sehen in den Schaufenstern ständig bei Facebook irgendwelche Versandhandel in Werbungsblättern sogar schon in Filmen. Die Menschen tun als wäre es schon das normalste der Welt. Das macht mir ganz dolle Angst. Da durch die Maskenpflicht für mich überhaupt nicht in Frage kommt was irgendwie Freude macht fühle ich mich immer noch im Lockdown. Ich habe sogar neulich im Fernsehen gesehen wie in den Freizeitparks die Maskenpflicht umgesetzt wird. Die sitzen in der Achterbahn mit Maske und in den Gondeln wo ein Gewichtsausgleich stattfinden muss sitzt ein Dummy. Wo macht das denn überhaupt noch Spaß? Aber die Leute gehen trotzdem hin. Selbst hier in der Nähe in unserem Tierpark ist Maskenpflicht obwohl es nur ein Außenbereich ist. Die Leute strömen dort hinein mit ihren Kindern die auch schon mit Maske tragen müssen und es macht ihnen nichts aus. Ich würde endlich dass es aufhört! Und keiner weiß ob es das jemals tut! Österreich ist für mich leider viel zu weit weg.

  • #387

    Buene (Dienstag, 02 Juni 2020 06:11)

    Hallo zusammen, war jetzt umständehalber einige Tage nicht online. Endlich hat mein Mann den OP-Termin für seine Katarakt-OP bekommen, mit drei Monaten Verspätung, er ist jetzt wirklich schon fast blind auf dem einen Auge, die Pupille ist mittlerweile hellgrau...aber alles gut, ich bin beruhigt. Und - ich bin ja aus Österreich - die letzte Woche hat mitgeholfen, dass ich mich zumindest zu einem Großteil besser fühle: die Maskenpflicht - vorerst nur im Handel und in der Gastronomie - fällt hier per 15. Juni. Noch zwei Wochen Isolation, dann kann ich endlich wieder mit Freude einkaufen gehen! Leider bleiben die Öffis, Apotheken und sämtliche Gesundheitsinstitutionen davon ausgenommen, aber es ist ein erster Schritt zurück ins alte Leben! Mein Würgegefühl ist seitdem weg. Unglaublich, wie einen eine solche Sache psychisch aus der Bahn werfen kann...Leute, Kopf hoch, gerade bei Euch in Deutschland wird ja jetzt immer abgewartet, was die "Ösis" tun, ich denke, auch bei Euch wird bald die Maske zu einem Großteil fallen und Ihr könnt wieder ohne Bedenken Euren Alltag bestreiten. Ich hoffe jetzt nur, dass auch die U-Bahnen etc. bald wieder ohne Maske benutzt werden können. Ich gehe ja seit fast drei Monaten alle Wege zu Fuß, teilweise sind das ganz schöne Märsche von über einer Stunde... ich meine, nicht dass es mir schaden würde, aber trotzdem, bei Schlechtwetter oder Hitze ist das schon so eine Sache! Morgen werde ich es mal im Hallenbad versuchen, das seit Freitag wieder geöffnet ist. Keine Ahnung, wie das ablaufen wird, ich werde jedenfalls NICHT vorab online reservieren (ich gehe dann, wenn ich Zeit UND Lust habe, und sicher nicht zu einem bestimmten Termin) und bin gespannt, ob die mich wieder heimschicken. In den Garderoben werde ich sicher KEINE Maske tragen, da können die sich auf den Kopf stellen, da hat es immer gefühlte 40 Grad. Und in den Nassräumen und beim Schwimmen ist sowieso keine Maske vorgeschrieben. Aber ich brauch das Schwimmen unbedingt für meine Bandscheiben, ich werde berichten! Ich hoffe, dass die Maskenlockerung ab Mitte Juni auch für die öffentlichen Büchereien gilt, denn bis dahin kann ich einfach nicht dorthin gehen. Selbst das Bücher-Aussuchen soll doch Spaß machen und mit Maske wäre das unerträglich.
    Leute, ich kann Euch nur sagen, Kopf hoch, es wird schneller besser, als wir dachten! Hoffen wir nur, dass die Angstmacher da oben nicht die Zahlen wieder in die "gewünschte" Richtung nach oben frisieren, nur damit sie uns weiter an der Leine haben. Dass das Virus wahrscheinlich schon längst seine Aggressivität durch Mutation verloren hat, ist ziemlich sicher. Leider werden sämtliche Mediziner, die sich trauen, das zu sagen, sofort von ihren Zulassungen befreit oder zumindest aus den Expertenteams rausgeworfen :-( das sagt doch eh schon alles...

  • #386

    Sabine (Montag, 01 Juni 2020 14:09)

    Ich möchte versuchen, sachlich etwas dazu zu sagen: für mich hat personenunabhängig jeder Beitrag hier seine gleichwertige Berechtigung. So ist das ja auch gedacht.
    Dass da und was bei der im Zusammenhang mit den Beitragslöschungen entstandenen Situation etwas schief (im Sinne von durcheinander) gelaufen ist und/oder missverstanden wurde, kann meiner Ansicht nach nicht ausgeschlossen werden, ist aber mit Sicherheit nie absichtlich oder mit Vorsatz geschehen.

    Es wurde auch nicht über Dich, Anna, als Person gesprochen, sondern über einige Deiner Beiträge, die in der Gesamtheit die Sorge haben entstehen lassen, Du könntest Dir etwas antun wollen. Vermutlich war Deine Aussage „... ich bin raus...“ der Auslöser. Das zeigt an sich nur, dass Du den Menschen hier wichtig bist.
    Letztendlich nehmen wir alle gegenseitig an der Situation des anderen Anteil.

    Die Diskussion im Nachgang zu den Beitragslöschungen verstehe ich als grundsätzlichen Meinungsaustausch. Zu dem Zeitpunkt völlig unabhängig von Dir, Anna.

    Da man (gerade heutzutage) sicher immer damit rechnen muss, dass dumme Menschen Daten abgreifen und irgendeinen Sch... damit anstellen, finde ich, ist es generell immer, besonders aber in einem „öffentlichen“ Forum wie diesem, gut zu überlegen, was man preisgeben möchte. Ein Restrisiko bleibt selbstverständlich immer.

    Ich wünsche Dir auch alles Gute, Anna!

  • #385

    Ayana (Montag, 01 Juni 2020 07:01)

    @ Anna
    Meiner Meinung nach verdrehst du ganz schön Tatsachen. Und deine private Handynummer hast DU ganz allein du ins Netz gestellt. Und wenn du deshalb von fremden Menschen angeschrieben wirst liegt das in deiner alleinigen Verantwortung. KEINER zwingt dich hier in dieser Gruppe zu sein. Und wenn du unseren Austausch als "Quaken" bezeichnest dann ist es auch besser so. Was ich nämlich überhaupt nicht brauche sind Menschen die in unserer Situation noch abwertend und beleidigend werden.
    Ich wünsche Dir trotzdem dass du irgendwo anderweitig Hilfe bekommst. Alles Gute für dich!

  • #384

    Anna (Sonntag, 31 Mai 2020 23:13)

    Klarstellung: a) finde ich es seltsam, da$ eine angebl. geschulte Frau sich aufregt, wenn man das Forum verläßt. Ich nehme mir das Recht raus, wenn es mir zu schlecht geht,um zu bleiben. 2. Leute, die mir simsen,ohne zu verraten,ob sie Mann, Frau oder sonstwas sind, und ohne Namen, erhalten nun mal keine Antwort. Es koennt ja jeder sein, auch Forumsfremde. 3. Ich hatte Fr. Nikolaus gebeten, per Nachricht auf dem AB, SAEMTLICHE BEITRÄGE MIT MEINER NR. zu löschen, und verlange das ausdruecklich hier nochmal! Ich habe das Recht durchaus. 4. Ich lese und schreibe hier ganz sicher nicht mehr rein, bekomm also nichts mehr mit von Eurem Quaken ueber mich. Wenn man nichts Besseres zu tun hat, meinetwegen.

  • #383

    Sabine (Sonntag, 31 Mai 2020 10:39)

    Ach Ayana, das tut mir so unendlich leid! Was haben die Deinem Kind und Euch als Familie angetan. Ganz klar hat Dein Sohn ein Trauma entwickelt durch das, was die im Heim mit ihm in ihrer Maßnahmen-Hysterie gemacht haben. Das ist grausam, und man kann wirklich nicht von Fachpersonal sprechen. Ich weiß Du bist auf das Heim angewiesen, aber dennoch, nimm’s mir bitte nicht übel, aber ich hätte da das Vertrauen in die Einrichtung absolut und komplett verloren. Das Mindeste, was die von Heimseite jetzt unbedingt tun müssen, ist, Dich dabei zu unterstützen, Deinem Kind die Ängste wieder zu nehmen. Und zwar direkt und sofort.

  • #382

    Ayana (Sonntag, 31 Mai 2020 09:49)

    Vielen vielen Dank euch beiden für eure Anteilnahme. Das tut gerade richtig gut mal alles aufzuschreiben und jemanden mitzuteilen. In der Familie kann ich das nicht weil alle selbst betroffen sind. Ich denke die Einschüchterung ist während des Lockdowns passiert. Er wird immer wieder gebettelt haben dass er uns besuchen möchte und dann haben die diese drastischen Maßnahmen angewendet um Ruhe zu bekommen. So nach dem Motto... wenn du deine Oma oder Mama besuchst dann müssen die sterben und deshalb müssen alle drinnen bleiben und keiner darf den anderen sehen und er kann das durch seine Behinderung jetzt nicht mehr einfach so loslassen . Er hat dadurch sehr große Ängste entwickelt. Das braucht bestimmt sehr lange Zeit!!!
    Aber ich gebe nicht auf und werde immer wieder mit ihm sprechen und versuchen zu erklären. Ich bin nur einfach so traurig ganz doll traurig. Er leidet auch so sehr unter der Maskenpflicht. Es macht ihm Angst aber er muss die Maske tragen. Das ist in der Einrichtung Pflicht!!! Die müssen sogar die Maske beim Spazierengehen tragen! Schon bei dem Wort Maske bekomme ich nur noch Aggressionen ich könnte nur noch schreien und um mich schlagen!!!
    Ich habe gestern im Fernsehen einen freizeitpark gesehen wo alle in der Achterbahn mit Maske saßen und damit es einen Ausgleich in der Gondel gibt damit sie nicht zu sehr schwankt saß neben jedem Menschen ein Dummy!! Heute muss ich schon fast darüber lachen wie dämlich dass hier alles ist! Aber es ist traurig denn es ist gerade unser Alltag!!! Diese maskenpflicht greift in alle Bereiche unseres Lebens ein! Ich gehe total gerne schwimmen und habe mich so gefreut dass nächste Woche unsere Freibad wieder öffnet. Auch dort mit maskenpflicht! Wieder ein Stück Lebensfreude was mir genommen wird. Ich kann überhaupt nichts mehr machen außer in der Natur spazieren gehen. Ich fühle mich so eingesperrt und ausgesperrt!!! Verdammte Sch....

  • #381

    Micha (Sonntag, 31 Mai 2020 08:49)

    @Ayana
    Ich bin total schockiert, was Deinem Sohn angetan wurde. Den Schwächsten der Gesellschaft noch diese Hysterie förmlich einzubläuen. Dein Sohn kann da gar nichts dafür. Bei ihm wurde wochenlang "Gehirnwäsche" betrieben und vermutlich war das durch seine Behinderung auch einfach.
    Das Schlimme wird sein, dass diese Verbrecher (etwas anderes sind das für mich nicht), die ihm das angetan haben, nie zur Verantwortung gezogen werden.
    Ich hoffe für Dich, dass Dein Sohn, nach Beendigung dieses Corona-Wahnsinns, schnell wieder in seine "Normalität" zurückfinden kann. Einfach wird das sicher nicht.
    Wir werden das alle durchstehen und auch wieder normal leben können.
    Erste Voraussetzung dafür ist natürlich die Abschaffung des Maskenzwangs, der speziell für uns und auch viele andere eine Behinderung des Lebens darstellt.

  • #380

    C. (Sonntag, 31 Mai 2020 07:59)

    Liebe Ayana!
    Es macht mich echt traurig und wütend, was Ihr jetzt erlebt habt. (Keine Angst, Du ziehst mich damit nicht runter)
    Wie kann man Deinem Sohn nur so etwas antun und ihm so große Angst machen?
    Gerade bei solchen Fällen sollte man etwas feinfühliger sein. Jetzt kreisen seine Gedanken wohl permanent darum, dass seine Oma bald stirbt (was absoluter Blödsinn ist) und er "Schuld" ist daran. Wie soll man Deinem Jungen nur erklären, dass nichts passieren kann?
    Die Betreuer in der Einrichtung sind für mich ein klarer Fall für die geschlossene Abteilung. Nur weil DIE Angst vor einem nicht existenten "Killervirus" haben, haben die noch lange kein Recht dazu, ihre Bewohner einzuschüchtern.
    Corona im Hirn - mehr fällt mir dazu nicht ein!

  • #379

    Ayana (Sonntag, 31 Mai 2020 06:57)

    Guten Morgen alle zusammen,
    gestern war nun die erste Zusammenkunft mit meinem Sohn zu Hause. Und ich möchte gerne davon berichten. Was soll ich sagen es war schrecklich! Ich habe mich so gefreut wirklich, gefreut und habe es die ganze Wochen herbeigesehnt. Aber ich erkenne ihn nicht wieder. Er ist völlig traumatisiert von diesem Corona! Ich weiß nicht ob es ein Corona Trauma gibt aber er hat es! Und er hat viele Symptome einer PTBS entwickelt damit kenne ich mich ja nun bestens aus. Er kam mit Maske weil er das so vorgeschrieben bekommen hat hat diese dann aber hier abgesetzt zu Hause auf mein Drängen aber er war völlig verängstigt. Hat sich nicht getraut mit uns am Tisch zu essen hat sich nicht getraut uns irgendwie zu nähern wegen der Abstandsregelung. Meine Eltern waren auch da und er fing an zu weinen und meinte die Oma soll wieder gehen, ich habe Angst sie anzustecken. Die haben gesagt dass die Oma sterben muss wenn ich sie besuche. Das war diese Regelung aus dem Lockdown aber er kann das durch seine Behinderung überhaupt nicht einordnen! Er saß die ganze Zeit apathisch mit gesenktem Kopf hier. Das Ende war dann er wollte wieder zurück in die Einrichtung weil er einfach nur noch Angst hatte. Er hatte Angst in meinem Auto zu sitzen wegen der Abstandsregelung. Alles was er anfassen wollte und sei es nur ein Blatt Papier hat er das Virus gesehen und hatte Angst." Das Virus es ist unsichtbar und ganz gefährlich und das fliegt hier im Raum herum." Er hat sogar die Maske aufgesetzt als er auf Toilette ging das haben die ihm in der Einrichtung soweit gebracht. Ich verstehe diesen ganzen Wahnsinn nicht mehr! Ich bin völlig geschockt traurig wütend verzweifelt! Sowas sieht die Regierung mit ihren Maßnahmen nicht! Und mein Sohn ist mit Sicherheit kein Einzelfall. Er wird noch Jahre brauchen um das zu verarbeiten als schwerer Autist. Dieses Erlebnis gestern war noch mal ein Faustschlag ins Gesicht für mich. Ich habe heute Nacht so gut wie gar nicht geschlafen und habe nur geweint. Auch wenn das jetzt vielleicht übertrieben klingt aber er ist für mich ganz klar ein grosses Opfer der Corona Maßnahmen!!!

  • #378

    Sabine (Samstag, 30 Mai 2020 16:03)

    Hallo zusammen, mir ging’s die vergangenen Tage genau auch extrem schlecht. Bin mal wieder in ein immer tiefer werdendes Loch gefallen bis dahin, dass ich meine Wohnung gar nicht mehr verlassen habe. Hatte noch nicht mal den Antrieb, radzufahren o.ä.. Trotz Therapiestunde ist es mir nicht gelungen, dieses erdrückende Gefühl der Ungewissheit, wann diese ganzen Zwangsmaßnahmen aufhören und man von den Mitmenschen auch ohne Maske nicht mehr als personifiziertes Coronavirus empfunden wird, kleiner werden zu lassen.
    Und bei mir ist es dann so, und das ist jetzt hier wirklich das allererste Mal, dass ich mich diesbezüglich sozusagen gegenüber „fremden“ Menschen äußere, je schlimmer die Depressionen, desto schlimmer sind die Symptome (Zwänge) und desto nervlich angespannter bin ich und habe permanent Angst davor, dass ich das, was getan werden muss, nicht schaffe. Deshalb hatte ich auch keine Kraft, Mut zu machen oder aktiv etwas anzugehen.
    Ayana, ich dachte mir, dass es Dir so geht, wie Du es geschrieben hast. Ich freue mich gerade so sehr für Dich und Deinen Sohn, dass er zu Dir nach Hause darf. Genießt die gemeinsame Zeit.
    Und C., es ist genauso wie Du schreibst. Uns gehts allen gleich. Ich möchte auch niemandem mit meiner negativen Stimmung „anstecken“, aber hier ist, die Therapie mal ausgenommen, die einzige Möglichkeit, sich nicht komplett allein gelassen zu fühlen.
    Ich bewundere Dein mutiges Vorhaben, Micha, nächste Woche mal zum Einkaufen mitzugehen. Ich drück Dir die Daumen, auf dass es ein positives Erlebnis wird. Ich mußte mich heute regelrecht dazu zwingen. Zwischendurch dachte ich, ich schaffe es nicht. Leider kann ich dieses Mal von keinen positiven Erfahrungen beim Einkauf berichten. Eher das Gegenteil. Ich mußte mich sogar einmal zusätzlich zum Attest mit Perso ausweisen. Jetzt bin ich fix und fertig. Es ist gerade ein Gefühl, dass man Heulen möchte, aber das geht nicht. Es hängt innerlich fest.

  • #377

    Sylvi (Samstag, 30 Mai 2020 15:33)

    @Michea, C und alle anderen "Gesichter" hier im Block :-)
    ich habe mich gestern mal wieder getraut... Ich war wieder ohne Maske zum Einkaufen. Das große Hinweisschild mit allen Hinweispflichten steht an jedem Eingang. Augen zu und durch. Habe mir den Wagen geschnappt und bin ohne Wenn und Aber an der Info vorbei und habe meinen Zettel abgearbeitet. Und siehe da? Keiner hat mich auf diese Maskenpflicht angesprochen. Im Gegenteil. Eine ältere Dame (mit Maske) hat mich freundlich gefragt, wo man die Kartoffeln findet und wir haben uns noch ein paar Sätze so unterhalten. Auch die Kassiererin hat nicht gefragt, warum ich mich nicht "an die Regeln" halte. Das war das Positive. Also. nur Mut euch allen.
    Allerdings habe ich doch erlebt, dass die Maskenpflicht für alle inzwischen selbstverständlich geworden ist, was ich niemals zu glauben wagte, dass sowas möglich ist. Haben sich alle durch vorherige Angs- und Panikmache dazu leiten lassen??? Ich hoffe, das die Bevölkerung langsam mal wach wird und dieses Spielchen durchschaut.
    Meine Hoffnung liegt auf Österreich, wenn die Maske fällt.
    Ayana, sicher bist du gerade mit deinem Sohn unterwegs. Den du wochenlang nicht sehen konntest. Ich denke dass dich das wieder positiver stimmt und du neue Kraft tanken konntest.
    Haltet durch :-)

  • #376

    Ayana (Samstag, 30 Mai 2020 10:29)

    Vielen Dank für das Feedback Frau Nikolaus. Das hat mich jetzt wieder etwas gestärkt.
    Es kam einfach so viel zusammen diese Woche. Erster Rückzug von Herrn Ramelow und der Kampf mit meinem Sohn dass ich ihn endlich sehen darf. Mich kostet das alles so viel Kraft ich einfach nicht mehr habe. Und ich stehe schon sehr lange auf der Warteliste in eine psychosomatische Klinik. Und durch die Maskenpflicht kann ich nicht in die Klinik. meine Therapeutin hat mir sehr davon abgeraten. Sie hatte eine Besprechung mit Kollegen die im klinischen setting tätig sind und hinterfragt wie dort vor Ort die Gegebenheiten sind. Und sie meinte zu mir das ist so schwierig und ich fühle mich jetzt von Woche zu Woche irgendwie stabil halten und abwarten bis sich die Lage entspannt hat. Und genau das ist der Punkt! Wann entspannt sich denn die Lage? Sind es noch Wochen oder Monate oder vielleicht noch bis zum nächsten Jahr? Keiner weiß es und das macht mir so einen Druck dass ich Angst habe es nicht mehr zu schaffen bis dahin. Und das hat mich einfach so umgehauen jetzt weil ich keine Kapazitäten mehr habe.
    Aber ich habe jetzt auch noch eine gute Nachricht. Ich darf heute das erste Mal nach 11 Wochen meinen Sohn von der Einrichtung holen für einen ganzen Nachmittag. Von 13 bis 17 Uhr. Das macht mich richtig glücklich!!!

  • #375

    Karoline Nikolaus - Lösungswege mit System (Samstag, 30 Mai 2020 09:36)

    Liebe Ayana,
    auskotzen ist selbstverständlich sinnvoll! �... Der Fokus soll lediglich beim Thema sein (und nicht in politische oder extreme Richtungen zu stark abdriften) und es ist aus meiner Sicht einfach sinnvoll, sich dann immer wieder Mut zu machen. Aber dazu gehört selbstverständlich auch, seine persönlichen Erfahrungen schildern zu dürfen.

    Ich wünsche Ihnen Allen ein erholsames verlängertes Wochenende

    Karoline Nikolaus

  • #374

    Ayana (Samstag, 30 Mai 2020 08:56)

    Ich traue mich aber nicht so richtig zu schreiben. Frau Nikolaus hat ja ganz klar gesagt wir sollen uns Mut machen und da kann ich mich ja nicht einfach bei euch auskotzen. Da Habe ich mich lieber zurückgezogen.

  • #373

    C. (Samstag, 30 Mai 2020 08:01)

    Liebe Ayana!
    Es tut mir so leid für Dich, und für alle anderen von uns natürlich auch.
    Ich denke nicht, dass Du uns mit Deinen Worten weiter runterziehen kannst, da wir ja alle im selben Boot sitzen und das gleiche denken und fühlen.
    Schreib es Dir lieber von der Seele. Die Sorgen in sich reinfressen ist so ziemlich das schlimmste, was man sich antun kann.
    Ich schicke Dir eine ganz herzliche Umarmung! :-)

    Vielleicht ist das mit Österreich wirklich ein kleiner Hoffnungsschimmer, denn Merkel hat den "Ösis" bisher ja immer alles nachgemacht. Wenn der Maulkorbzwang zumindest in den Läden aufgehoben wird, wäre das schon mal eine erste kleine Erleichterung für uns...

  • #372

    Micha (Samstag, 30 Mai 2020 07:36)

    @Ayana
    Im Kreis drehen wir uns alle. Ich hatte auch etwas Hoffnung auf Thüringen gesetzt und bin jetzt auch maßlos enttäuscht.
    Es scheint sich zumindest in Österreich etwas zu tun. Ab 15. Juni soll zumindest der Einkauf wieder ohne Vermummung möglich sein. Leider zu weit von mir entfernt, aber vielleicht auch ein Hoffnungsschimmer für Deutschland.

  • #371

    Ayana (Samstag, 30 Mai 2020 07:08)

    Ich bin auch noch da. Musste mich mal ein bisschen zurückziehen weil ich richtig doll abgestürzt bin. Ich fühle mich unter der Nulllinie seit der Ramelow gesagt hat dass die Masken nun doch bleiben. Ich hatte so viel Hoffnung dass alles vorbei ist. Eigentlich bin ich jetzt bereit in die Klinik zu gehen weil ich so am Limit bin. Aber das geht ja nicht wegen der Maskenpflicht. Und so drehe ich mich hier im Kreis. Ich schreibe jetzt mal lieber nicht weiter sonst ziehe ich euch auch noch mit runter. Jeder hat mit sich zu tun.

  • #370

    Micha (Freitag, 29 Mai 2020 16:16)

    Hallo Silvi,
    Willkommen im Blog der "Gesichter":-)
    Ich habe zwar seit Montag auch ein Attest, aber bis heute habe ich mich noch nicht getraut, meine Frau beim Einkauf zu begleiten. Deshalb habe ich auch noch keine Erfahrungen als Unmaskierter unter den ganzen Gesichtslosen sammeln können. Nur bei uns im Zeitungsladen war ich bisher. Nur allein und die Besitzerin kennt mich seit Jahren. Da hatte ich kein Problem.
    Mal sehen, ob ich mir nächste Woche einen Einkauf zutraue. Vorgenommen habe ich es mir. Meine Frau hat nur ein Tüchlein bis zur Nase hochgezogen. Das rutscht im Markt meist runter, sagt sie.

  • #369

    C. (Freitag, 29 Mai 2020 15:30)

    Hallo Silvi!

    Schön, dass Du zu uns gekommen bist und Dir mal alles von der Seele geschrieben hast.
    Diese Ausgrenzung und Anfeindungen sind wirklich furchtbar. Darunter leiden wir alles sehr. Deshalb tut der Austausch hier echt gut, denn bei uns gibt es Verständnis statt blöder Sprüche.
    Ob wir die Maulkörbe jemals wieder loswerden? Wir wünschen uns auf jeden Fall nichts sehnlicher als diese Erlösung!

  • #368

    Silvi (Freitag, 29 Mai 2020 11:22)

    Hallo. Mein Name ist Silvi und ich komme aus dem Bundesland Sachsen-Anhalt. Seit mehreren Wochen bin ich stille Leserin eurer Beiträge und bin froh, hier Gleichgesinnte gefunden zu haben. Ich war in den letzten Monaten teils in einer sehr schwierigen Phase, da ich mit diesen ganzen, für mich völlig sinnlosen und überzogenen "Maßnahmen", nicht klar komme.
    Am schlimmsten betraf mich diese Maskenpflicht, welche ich absolut nicht akzeptieren kann. Ich kann und werde diese Dinger nicht tragen und war mit Einführung dieser "Pflicht" nicht mehr einkaufen oder sonstiges. D.h. ich fühlte mich ausgegrenzt und saß hier zu Hause, mit Tränen in den Augen. Habe dann eure Beiträge gelesen und wusste, ich bin damit nicht alleine.
    Zum Einkaufen habe ich meinen Sohn und meinen Mann geschickt, welche vorher nie den "großen Einkauf" erledigen mussten. Dementsprechend sind natürlich auch völlig überteuerte Produkte in die Einkaufstüte gelandet, welche ich nie gekauft hätte. Naja, das soll aber kein Vorwurf sein. Mein Mann ist die ganze Woche auf Montage und kommt erst Freitags nach Hause. Woher soll er das denn alles wissen. Er hats gut gemeint.
    Eines Tages kam er nach Hause und berichtete mir, dass ein Freund von ihm ein Attest vom Arzt erhalten hat, wonach man dies erhält, wenn man Panikattacken damit bekommt. Ich bin dann ebenfalls zum Arzt und habe mir das Attest geholt. Freudestrahlend habe ich dann den ersten maskenfreien Einkauf, zusammen mit meinem Mann, gewagt. Mein Mann trug die Maske und ich konnte ihn nicht mehr ansehen. Er sah für mich völlig entstellt aus, als ob er eine schwere ansteckende Krankheit hätte. Auch die anderen Maskierten Menschen machten einen angsteinjagenden Eindruck auf mich. Mehrmals wurde ich von Menchen angefeindet, endlich eine Maske aufzusetzen. Ein älterer Mann holte sogar die Verkäuferin, welche mich zur Rechenschaft ziehen sollte. Ich konnte beim weiteren Einkauf nur noch nach unten schauen und war froh wieder aus dem Geschäft zu sein.
    Was nützt mir nun das Attest? Gar nichts. Sitze wieder hier zu Hause und weiß nicht wie lange ich das noch aushalten soll. Meine große Hoffnung war gestern Herr Ramelow bei "Lanz". Aber ich glaube, auch diesem Ministerpräsidenten wird die Pistole auf die Brust gesetzt. Habe trotzdem großen Respekt vor ihm.
    So, musste das jetzt mal los werden. Ich könnte noch viel mehr schreiben, soviel Wut steckt in mir. Ich hoffe auf einen Lichtblick zur Normalität. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • #367

    Micha (Donnerstag, 28 Mai 2020 21:16)

    Ich glaube an nichts mehr, nur die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Morgen nochmal arbeiten und dann 2 Wochen Urlaub und kaum etwas ist möglich. Buchung Reise zum Glück rechtzeitig storniert. Sollte in Söders Maskenland gehen. Da ist es zu Hause doch noch besser zur "Erholung", aber so richtig geht das wahrscheinlich auch nicht.

  • #366

    Sabine (Mittwoch, 27 Mai 2020 20:30)

    Schaut mal:

    https://www.msn.com/de-de/gesundheit/medizinisch/coronavirus-mega-durchbruch-deutsches-forscher-team-findet-impfstoff/ar-BB14CgyQ?li=BBqgbZM&ocid=mailsignout

    Ob man das glauben kann?

  • #365

    C. (Mittwoch, 27 Mai 2020 19:14)

    Ja, das wird immer verrückter und macht alles keinen Sinn mehr. Bleibt uns wirklich nur die Hoffnung, dass mit sinkenden Infektionszahlen der Maulkorbzwang wegfällt.

    Nichts essen können bei seelischer Belastung kenne ich von mir selber nur zu gut. Habe in der letzten Zeit auch abgenommen. Kein Appetit und kein Hungergefühl, nichts schmeckt mehr. Ich sitze heulend vorm Teller, weil ich eigentlich etwas essen will, aber mir die Portionen vorkommen wie ein riesiger Berg.
    Dann nutze ich meinen alten Trick, den ich mir vor einigen Jahren bei einer heftigen Grippe ausgedacht habe: Mini-Portionen. Da gibt es dann eben z.B. nur zwei Chicken Nuggets und 3 Pommes auf dem Teller oder zwei Fischstäbchen. Eine Handvoll Nudeln oder eine Espressotasse mit extrastarker Brühe.
    Bin dann immer ganz stolz, wenn der Teller leer ist. Langsam werden die Portionen dann wieder grösser oder es gibt Nachschlag.
    So habe ich mich auch durch mehrere seelische Krisen gebracht.

    Lieber Micha!
    Ich hoffe, es geht Dir bald wieder etwas besser. Das gute ist, dass der Körper sich seinen Schlaf irgendwann einfach holt. War bei mir vor kurzem auch so.

  • #364

    Micha (Mittwoch, 27 Mai 2020 12:46)

    @Sabine
    Schmecken tut mir das Essen schon, was mir vorgesetzt wird. Ich nehme auch alle Mahlzeiten mit, nur wenn es nichts gibt, merke ich das nicht mehr. Die Notwendigkeit (Hunger) tritt kaum noch auf. Vorher hat mit dann der Magen geknurrt, jetzt nicht mehr. Das Gefühl ist immer "Ich bin schon satt". Du kannst dir sicher vorstellen warum das so ist.
    Ich hatte einen Anruf vom Sächsischen Bürgerbüro. Die nette Dame konnte mir nur weiter Mut zusprechen. Sie konnte verständlicherweise nichts versprechen, aber kann sich vorstellen, dass bei Senkung der Infektionen doch dann im Sommer (ab Juli) dieser Zwang aufgehoben werden könnte.
    Da ist dann das Hin- und Her bei den Urlaubsreisen sicher nicht förderlich. Da braucht dann nur ein (der infizierte) Chinese in Deutschland Urlaub machen und unsere Hoffnungen sind wieder "für die Katz".

  • #363

    Sabine (Mittwoch, 27 Mai 2020 11:52)

    Was ich gerade lese, das ist doch total krank, die Kontaktbeschränkungen sollen bis 29.06. aufrechterhalten werden, aber gleichzeitig sollen Urlaubsreisen geplant werden können? Also die Menschen mischen sich wieder, sowohl im Land als auch darüberhinaus ... . Wie geht das denn zusammen?

  • #362

    Sabine (Mittwoch, 27 Mai 2020 11:30)

    @Micha: ja, was das alles aus und mit uns macht. Man fühlt sich ganz oft so ohnmächtig. Das ist gut, dass Du Herrn Ramelow auch geschrieben hast. Warum sollte er nicht antworten?
    Hast Du denn auf gar nichts Appetit? Auch nicht auf Dein Lieblingsessen oder leckeren Kuchen oder sowas? Mir ging es vor 3 Jahren ähnlich. Da hab ich auch innerhalb eines knappen Jahres 24 Kilo abgenommen. Ausschlaggebend dafür war allerdings ein schlimmer Schicksalsschlag, dem noch mehrere andere sehr belastende Ereignisse gefolgt waren. Das ging auch, ohne dass ich es gemerkt habe. Wenn ich Streß und Kummer habe, kann ich einfach nix essen. Fühlst Du Dich durch das Abnehmen schlapp und kraftlos? Vielleicht magst Du Dir ja auch eine Therapiemöglichkeit suchen? So furchtbar sich das jetzt anhört, es weiß ja keiner im Moment, wie lange die Maskerade in ihren „Variationen“ geht? Nachdem ja nun „alles“ bald wieder möglich ist, und immer mit Maske :o((((((.....

  • #361

    Micha (Mittwoch, 27 Mai 2020 09:33)

    Mittlerweile habe ich auch Herrn Ramelow angeschrieben und meine Enttäuschung über die Rückzieher in Thüringen mitgeteilt. Abwarten, ob eine Antwort kommt.
    @Sabine
    Ich kann zur Zeit relativ gut (ohne Albträume!) aber halt kurz schlafen. Maximal so 5-6 Stunden. Mein Körper ist mittlerweile vermutlich so fertig (tägliche Aufregung, Blutdruck ständig so um 200), dass er das braucht.
    Einen winzigen "Vorteil" hat die Sache. Ich nehme ohne weniger zu essen ständig ab. Hungergefühle kenne ich seit über 5 Wochen kaum noch. Ich esse nur automatisch. Ein paar Kilos sind schon runter. Eine kleine "Reserve" habe ich noch. Wenn es so weiter geht, bin ich in 2 Monaten dann "untergewichtig". Solange sollte dieser Maskenzwang nicht mehr gehen.

  • #360

    Sabine (Dienstag, 26 Mai 2020 18:52)

    @Micha: ja, das verstehe ich. Ich hatte anfangs auch kein Problem, mir die anderen anzuschauen, aber mittlerweile vermeide ich es, zu viele zu lange anschauen zu müssen, weil ich immer mehr und öfter merke, was das mit mir macht. Ich träume die letzte Zeit auch von Menschen, die sich ohne meine Erlaubnis in meiner Wohnung aufhalten. Bis auf eine Frau, die ich direkt rauswerfe, kann ich von den anderen keine Gesichter sehen. Und noch mehr so wirres Zeug. Damit hätte ich so auch nicht gerechnet.
    Von „der Fraktion Spahn“ habe ich einmal eine Antwort bekommen. Die war aber auch sehr allgemein. Aber wenigstens scheint die Mail oder Fragmente davon irgendeiner gelesen zu haben. Ich nehme an, die bekommen ganz schön viele Zuschriften. Und ich hab auch schon an alle möglichen verschiedenen staatlichen und privaten Stellen gemailt. Von denen kam auch nie etwas. Es kommt glaube ich einfach auch ein bißchen auf den Menschenschlag an und auf die Einstellung. Man sollte nicht meinen, dass wir diejenigen sind, die die, die jetzt hier reglementieren auf Teufel komm raus, von uns gewählt wurden. Ich frage mich sehr oft, ob die sich dessen mal bewußt sind. Und letztendlich ist das von unserer Seite ein Vertrauensbeweis, der nun mit Mißtrauen bedankt wird.

  • #359

    Sabine (Dienstag, 26 Mai 2020 18:40)

    @Ayana: gut, dass Du Dich ein bißchen beruhigen und ablenken konntest. Ich hänge auch wie in so ner Endlosschleife. An sich suche ich ne neue Arbeitsstelle, weil mein Sohn bald seine Ausbildung beendet hat, und es dann keinen Unterhalt mehr von seinem Vater gibt. Es gäbe da auch einige wenige, aber an sich bin ich jetzt gezwungen, vorher dort anzurufen, um zu fragen, ob man mit Maske arbeiten muss. Und dann bin ich wahrscheinlich direkt raus, wenn ich womöglich sagen muss, dass ich aus gesundheitlichen Gründen keine tragen kann und andere maskierte auch nur kurze Zeit „aushalte“, weil ich sonst aggressiv werde.
    Das erste Mal habe ich ihm am 08.05. gemailt, und er hat noch am gleichen Nachmittag geantwortet. Und das zweite Mal gestern Abend. Die E-Mail-Adresse habe ich aus dem Internet: bramelow@die-linke-thueringen.de
    Er ist wirklich ein sehr bürgernaher Politiker, und ich glaube nicht, dass es ihm vorrangig darum geht, sich hervortun oder profilieren zu wollen. Ich denke eher, er ist ein sehr empathischer Mensch und aufgrund auch der deutschen Geschichte, von der Du ja auch schon ein bißchen berichtet hast, sehr sensibilisiert, was die Einschränkung der Grundrechte und der persönlichen Freiheitsrechte, usw. angeht.
    Also meine Therapeutin verlangt kein Maskentragen von mir. Sie hat mir das Attest ja selbst ausgestellt. Aber sie trägt halt eine aus Rücksicht auf ihr Gegenüber. Sie ist auch schon über 70, und ich nehm ihr das nicht übel. Wir haben seit Corona immer telefoniert. Das war mir auch recht so. Mußte ich nicht extra in die Stadt fahren. Heute haben wir auch telefoniert anstelle dass ich hin bin. Es ist ja so, dass mich die maskierten „Gesichter“, wenn ich zu lange hinschauen muss, aggressiv machen. Und so war meine Entscheidung heute zu einer telefonischen Therapiestunde reiner Selbstschutz. Außerdem habe ich ihr damit ja auch 50 Min. Maskentragen erspart.

  • #358

    Micha (Dienstag, 26 Mai 2020 18:18)

    @Sabine
    Schön dass du von Thüringen eine Antwort bekommen hast.
    Ich habe das Bürgerbüro in Sachsen schon mehrmals angeschrieben und mittlerweile gibt es da keine Reaktion mehr. Ich existiere da vermutlich nicht mehr, weil ich diese Spielchen (Maskeraden) ständig in Frage stelle.
    Ich frage mich, wie in einem Supermarkt, wo nur ca. 15 Menschen rein gelassen werden es zu Ansammlungen kommen kann? Abstand ist gegeben, aber Maske muss auch noch sein. Absolut irre.
    Auch mit Attest kann ich mit diesen "temporären Gesichts-Amputationen" (neue Definition von mir) mich nicht in einem Raum aufhalten Spätestens an der Kasse rücken die mir auf die Pelle (1,5 Meter reichen mir nicht) und das könnte ich nicht ertragen.

  • #357

    Ayana (Dienstag, 26 Mai 2020 18:02)

    @ Sabine
    Du hast an den Ramelow geschrieben? Wo hast denn du da eine Mailadresse her? Auf so eine Idee wäre ich gar nicht gekommen!
    Jetzt habe ich mich ein bisschen gefangen. Habe angefangen meinen Balkontisch abzuschleifen und bin dadurch aus dieser Starre raus gekommen in der ich fest hing. Und am Donnerstag habe ich Gott sei dank Therapiestunde. Und die ist bei mir ohne Maske! Meine Therapeutin ist da totaler Gegner und hält sich lieber an die Abstandsregelung im Raum.
    Das tut mir echt leid Sabine dass da deine Therapeutin nicht ein bisschen einfühlsamer ist. Wenn ihr zwei Meter Abstand haltet dann besteht doch gar keine Gefahr. Ich hatte während der gesamten Corona Zeit keine Videokonferenz. Sie hat immer Wert darauf gelegt mich persönlich zu sehen und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Sie vertraut mir da dass ich bei evt. Symptomen ehrlich zu ihr bin und sie anrufen würde.

  • #356

    Sabine (Dienstag, 26 Mai 2020 17:18)

    @Ayana und Micha: Ayana, bitte weine nicht mehr, Schau mal, ich hab mir die Pressekonferenz mit Herrn Ramelow gerade angeschaut und kann nur sagen, er spricht mir mit dem, was er sagt, an so vielen Stellen aus der Seele. Er wirkt fürsorglich und verläßlich und ist bereit, nach vorne zu schauen. Alle anderen hängen in ihrer Kristenstimmung fest.
    Und ich verstehe das mit den Masken so, dass es keine Verordnung von Regierungsseite mehr ist, also Zwang, sondern in der Verantwortung jedes Bürgers liegt, je nach Situation eine zu tragen oder nicht. Er findet das Tragen nur in den Bereichen notwendig oder unbedingt empfehlenswert, wo man zwangsweise vielen fremden Menschen auf engem Raum begegnet, Ihm sind die Abstandsregeln und die Hygiene vorrangig wichtiger. Aber alles andere, was und wie er es vorhat, läßt Luft nach oben.
    Und Ayana, was Deine private Situation, vor allem die Sache mit dem Heim betrifft, wenn es da weiterhin diese krassen Umgangsverbote, usw. gibt, empfehle ich Dir ganz dringend, schreib Herrn Ramelow eine Mail und schildere Deine Not. Mußt ja nicht mal den Namen des Heims nennen. Er wird die Mail lesen, Dir antworten, und ganz sicher versuchen, eine Lösung zu finden. Mir hat er auch geantwortet, obwohl ich noch nicht mal in Thüringen wohne,

  • #355

    Micha (Dienstag, 26 Mai 2020 15:33)

    @Ayana
    Leider sind unsere Hoffnungen für Thüringen im Sande verlaufen. Wäre auch für mich nutzbar gewesen. Ich habe keine Ahnung, was die Politiker an diesen Masken so schick finden. Entweder verdienen die daran oder geilen sich täglich daran auf, das die Bevölkerung täglich "Breath Play" spielt. Natürlich gibt es auch unter Bevölkerung derartige Fetischisten bzw. an Corona-Phobie leidende.
    Meine Familie trägt notgedrungen "Maske": Frau im Krankenhaus, Tochter im Pflegedienst, Sohn im Einzelhandel. Keiner davon ist darauf scharf, diese Maske noch in der Freizeit zu tragen. Wer essen will wird dazu gezwungen und das ist das schizophrene an diesem Zwang. Mit Pandemie hat das nichts mehr zu tun. Jede Grippewelle war bis dato schlimmer, nur nicht weltweit. Aber hier geht es um unser Leben und das scheint keine Bedeutung mehr zu haben. Mittlerweile würde ich mich fast schon freiwillig infizieren, nur um mal "wahrgenommen" zu werden. Wie mache ich das? An die Kranken mit Maske traue ich mich doch nicht ran.

  • #354

    Ayana (Dienstag, 26 Mai 2020 14:41)

    @ C.
    Die Petition habe ich schon unterschrieben. Danke!
    @Micha
    Ich weiß wie du dich fühlst. Ich kann diese ganzen maskierten Intensivpatienten auch nicht mehr sehen! Und ich habe langsam das Gefühl die haben sich so daran gewöhnt und empfinden es schon als normal. Es gibt doch immer noch welche die mit Maske und Gummihandschuhen und Desinfektionsspray rumrennen im Supermarkt!!! Selbst in unserer Verwandtschaft!!!

  • #353

    Ayana (Dienstag, 26 Mai 2020 14:37)

    @ Sabine
    Das mit der Berufsschule geht uns ganz genauso. Mein anderer Sohn hat die ganzen Wochen jetzt auch keinen Unterricht gehabt. Letzte Woche ging es endlich los und was soll ich sagen es ist absoluter Horror! Die Berufsschule ist in Sachsen und da sind die Bestimmungen noch schärfer als bei uns. Nur fünf Schüler pro Klasse und Unterricht bei irgendeinem Lehrer der gerade Dienst hat und nicht zu Risikogruppe gehört. Es ist kein Fachlehrer und es gibt keinen Unterricht mit erklären sondern nur Arbeitsblätter. Also ist das nur eine Aufbewahrung und kein Unterricht. und in 3 Wochen sind Prüfungen. Die Lehrer haben im Lockdown gar nichts kontrolliert und er konnte die Aufgaben kaum erledigen. Ihm fällt lernen sehr schwer und er braucht Frontalunterricht und jemanden der ihm es erklärt. Er wird die Prüfungen so wie es aussieht nicht schaffen und muss das Jahr wiederholen. Es ist einfach nur traurig. Für mich als alleinerziehende Mutter ist das auch ein großer finanzieller Aspekt. Wieder ein Jahr die ganzen Fahrtkosten in die Berufsschule und alles was damit zusammenhängt. Immer wenn mein Sohn Berufsschule hat muss ich ihn mit dem Auto hinbringen und das sind 70 km. Öffentliche Verkehrsmittel in der Provinz völlig unmöglich.

  • #352

    Ayana (Dienstag, 26 Mai 2020 14:28)

    So jetzt melde ich mich auch mal wieder. Ich bin so abgestürzt gestern als ich gehört habe dass die maskenpflicht bleibt! Ich bin völlig im Eimer und hab stundenlang geheult heute Vormittag. An Schlaf war gar nicht zu denken. Ich halte das einfach nicht mehr durch. Es ist so lange mit den ganzen Maßnahmen. Und alles was die Locken ist immer nur in Verbindung mit Maske und für mich dann nicht möglich. Ich kann einfach nicht mehr. Der Ramelow steht auch unter Druck von oben und kann einfach nicht anders. Habe mir die Pressekonferenz angesehen und er hat wirklich gute Ansichten aber er wird einfach gedrückt und ausgebremst!!! Die Kontakt Beschränkungen wieder nur aufgelockert aber nicht aufgehoben wird kann ich bis Juli mein Kind nicht sehen! Es reicht langsam! Ich habe nicht mehr die Kraft immer wieder gegenzusteuern. Ich kann nicht mal die elementarsten Dinge wie Friseur. beim Friseur ist die maskenpflicht bei uns so streng. Auch wenn ich raus in die Natur gehen kann fühle ich mich trotzdem total eingesperrt. Für einen gewissen Zeitraum kann man das überbrücken aber es ist einfach zu lange. Und es ist kein Ende in Sicht. Es wird immer wieder verlängert verlängert verlängert...

  • #351

    C. (Dienstag, 26 Mai 2020 11:08)

    War etwas zu schnell beim senden: jede Petition die sich GEGEN die Maskenpflicht richtet ist ein wertvoller Rückhalt für alle.
    Lest Euch die mal durch und entscheidet selbst. :-)

  • #350

    C. (Dienstag, 26 Mai 2020 11:02)

    Hallo Ihr Lieben!
    Habe gerade DAS hier gefunden:

    https://www.openpetition.de/petition/online/keine-pflicht-zur-verwendung-einer-mund-nasen-bedeckung

    Ist für Thüringen!


 

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